Diskussionsforum
  • 16.02.2012 19:49
    nilpok schreibt
    Ich werde ganz schnell ein Patent auf das Öffnen von Türen mittels Türklinge drücken anmelden.
    Und dann seht zu wie ihr eure Türen aufbekommt.

    So langsam wird es doch echt lächerlich.
  • 16.02.2012 20:01
    Wiewaldi antwortet auf nilpok
    Benutzer nilpok schrieb:
    > Ich werde ganz schnell ein Patent auf das Öffnen von Türen
    > mittels Türklinge drücken anmelden.
    > Und dann seht zu wie ihr eure Türen aufbekommt.
    >
    > So langsam wird es doch echt lächerlich.

    Also ich würde die Türdrücker benutzen wie bisher.
    Mit Deiner Türklinge käme ich wohl nicht gut klar....-)
  • 17.02.2012 08:32
    Grayhound antwortet auf Wiewaldi
    Benutzer Wiewaldi schrieb:
    > Benutzer nilpok schrieb:
    > > Ich werde ganz schnell ein Patent auf das Öffnen von Türen
    > > mittels Türklinge drücken anmelden.
    > > Und dann seht zu wie ihr eure Türen aufbekommt.
    > >
    > > So langsam wird es doch echt lächerlich.
    >
    > Also ich würde die Türdrücker benutzen wie bisher.
    > Mit Deiner Türklinge käme ich wohl nicht gut klar....-)

    Vor allen Dingen, wenn die scharfe Seite nach oben zeigt ... ;-)
  • 17.02.2012 12:09
    Kai Petzke antwortet auf nilpok
    Für den Nutzer einfache Patente sind gute Patente!
    Benutzer nilpok schrieb:
    > Ich werde ganz schnell ein Patent auf das Öffnen von Türen
    > mittels Türkling[k]e drücken anmelden.

    Gut, machen Sie das! Der Mechanismus hinter einer solchen Türklinke ist auch hinreichend komplex, um eine Patentierung zu rechtfertigen. Lediglich mit "prior art", also dem Umstand, dass Türklinken bereits Stand der Technik sind, würden Sie bei der Anmeldung des Patents Probleme bekommen.

    Merke: Gute Patente sind solche, die dem Nutzer einen komplexen Prozess vereinfachen. Zum Beispiel eine Maschine, die einem Arbeiter in der Firma die Arbeit vereinfacht oder seine Produktivität steigert. Ein Patent kann es aber auch für ein kleines Utensil geben, das das tägliche Leben vereinfacht, wie für die Sicherheitsnadel. Ja, auch für die gab es ein Patent.

    Vor Apples "Slide to Unlock" war Stand der Technik, ein Smartphone über ZWEI Tastendrücke zu entsperren: Drücke erst Taste A und dann kurz danach Taste B. Daraus wurde nun EIN Wisch. Eine zwar kleine, aber dennoch spürbare Verbesserung für den User und angesichts des technischen Gesamtaufwands (u.a. kapazitiver Touchscreen, ausrechend schnelle Auswertesoftware, Animation auf dem Bildschirm usw. usf.) auch nicht triviale Erfindung.

    Tatsache ist, dass mit dem Finger bedienbare Touchscreen-Smartphones vor dem iPhone ein absolutes Nischenprodukt waren, wenn es sie überhaupt gab. Inzwischen ist der Touchscreen für Smartphones genauso zum Standard geworden wie der Zugang zu 3G-Netzen. Apple hat hier ohne Zweifel eine wesentliche Innovation in den Markt gebracht, und dass sie sich diese durch Patente schützen, ist legitim.

    Von daher ist das Münchner Urteil angemessen. Leider werden jedoch die wirklich wichtigen Fragen auch in diesem Urteil nicht geklärt:
    A) Was sind "Slide to unlock" und die Multitouch-Patente von Apple wert, vor allem im Verhältnis zu den diversen Mobilfunk-Patenten der Konkurrenz?
    B) Kann Apple gezwungen werden, eine Lizenz für die Touch-Patente zu erteilen? Oder kann die Apple-Konkurrenz im Gegenzug dazu, dass Apple Lizenzen für die Touch-Patente verweigert, auch die Lizenzierung der Mobilfunk-Patente verweigern, obwohl die Konkurrenz sich sonst verpflichtet hat, Lizenzen für ihre Mobilfunk-Patente diskriminierungsfrei an alle Nachfrager zu erteilen (sogenannte FRAND-Lizenzen)?

    Siehe auch mein schon vor einiger Zeit geschriebenes Editorial, das aber noch nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat:
    http://www.teltarif.de/patent-iphone-and...


    Kai