Diskussionsforum
  • 11.01.2012 13:57
    Kai Petzke schreibt
    Angesichts dessen, dass hierzulande viele Netzbetreiber ungenutzte Prepaid-SIM-Karten schon nach ein bis zwei Jahren deaktivieren, in manchen Nachbarländern sogar schon nach drei bis sechs Monaten (!), stellt sich neben der Frage der Lebensdauer der mitgelieferten Batterie auch die Frage nach der "Lebensdauer" der mitgelieferten SIM-Karte bzw. des zugehörigen Accounts bei einem Netzbetreiber. Selbst die Frage, ob es in 15 Jahren noch den Netzbetreiber gibt, bei dem die Karte geschaltet ist, und ob der dann noch ein GSM-Netz betreibt, stellt sich. In Japan plant NTT Docomo beispielsweise, die 2G-Netze schon dieses Jahr abzuschalten:
    http://www.teltarif.de/ntt-docomo-2g-lte/news/...

    An sich ist das Handy also eine gute Sache. Doch wie andere Notfalleinrichtungen auch, sollte man regelmäßig, zum Beispiel alle zwei Jahre wie bei Feuerlöschern, prüfen, ob diese noch betriebsbereit sind.


    Kai
  • 11.01.2012 14:51
    arndt1972 antwortet auf Kai Petzke
    > An sich ist das Handy also eine gute Sache. Doch wie andere
    > Notfalleinrichtungen auch, sollte man regelmäßig, zum Beispiel
    > alle zwei Jahre wie bei Feuerlöschern, prüfen, ob diese noch
    > betriebsbereit sind.
    >
    Also Kai ganz ehrlich: ich halte dieses Handy für Schwachsinn! Wer bitte legt sich denn ein Handy irgendwo jahrelang hin ohne es zu nutzen und hat es dann im Notfall wirklich dabei, bzw. könnte in dem Moment nicht auch aufs Festnetz oder ein anderes Telefon zugreifen?!
    Ich behaupte einfach mal niemand!
    Entweder telefoniert jemand ab und zu mal, der hat auch keine Probleme damit sein Handy zu laden und der nimmt es auch mit. Oder jemand benutzt sein Handy nie, der hat es dann auch im Notfall garantiert nicht dabei, bzw. denkt an diese Möglichkeit gar nicht.
  • 11.01.2012 15:16
    Kai Petzke antwortet auf arndt1972
    Benutzer arndt1972 schrieb:

    > Also Kai ganz ehrlich: ich halte dieses Handy für Schwachsinn!
    > Wer bitte legt sich denn ein Handy irgendwo jahrelang hin ohne
    > es zu nutzen und hat es dann im Notfall wirklich dabei, bzw.
    > könnte in dem Moment nicht auch aufs Festnetz oder ein anderes
    > Telefon zugreifen?!

    Ich sehe solche Geräte - auch aufgrund des Verkaufspreises - eher in Firmen als im privaten Einsatz. Nimm mal Jobs wie die des Wetterbeobachters auf dem Frankfurter Flughafen:
    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,806917,00.html
    Der sitzt also irgendwo abseits, hat dort einen wichtigen Job, und das allerwichtigste am Job ist die Weitergabe von Informationen an die Zentrale. Gleichzeitig sind auf solchen Jobs normale Handys oft verboten, man will ja nicht, dass sich die Mitarbeiter mit Handyspielen oder Privatgesprächen ablenken.

    Nun kann auch das Festnetztelefon ausfallen: Telefonanlagen gehen ab und an kaputt, Telefonstrippen werden ab und an bei Wartungsarbeiten an anderen Leitungen aus Versehen getrennt. Eine redundante Kommunikationsanbindung eines solchen Außenmitarbeiters auf dem Flughafengelände kostet leicht 2.000 bis 5.000 Euro allein an Einrichtungskosten: Schon die Planung der Verlegung des zweiten Kabels kann einen gutbezahlten Ingenieur ein oder zwei Tage beschäftigen: Man will ja nicht, dass die Notfallstrippe irgendwo doch die reguläre Strippe kreuzt oder reguläre wie Notfall-Telefonanlage am selben Stromnetz hängen. Denn sofort hat man dann wieder einen "single point of failure", wo ein kleiner Schmorbrand dann beide Kabel auf einmal lahmlegen könnte.

    Das "Notfallhandy" kostet hingegen lediglich 50 Euro, mit einer geeigneten Wandhalterung vermutlich um die 100 Euro. Wahrscheinlich wird es nie gebraucht und in 10 oder 20 Jahren ersetzt oder weggeschmissen. Aber es spart eine alternative Notfalleinrichtung, die hoffentlich auch niemals jemand braucht, die aber noch teurer wäre.


    Kai
  • 11.01.2012 15:40
    Kai Petzke antwortet auf arndt1972
    Benutzer arndt1972 schrieb:
    > für so etwas haben die Funkgeräte dabei, oder?!

    Und wenn die vor 20 Jahren angeschafften Funkgeräte inzwischen technisch veraltet sind und unverhältnismäßige Wartungskosten verursachen, vorausgesetzt, man bekommt überhaupt noch Ersatzteile? Dann kann man entweder so einen Eiertanz machen, wie ihn die deutschen Behörden jahr(zehnt)elang um die Umstellung von analogem auf digitalen Polizeifunk (BOS, TETRAPOL etc.) veranstaltet haben bzw. immer noch dabei sind, oder man kann einfach nehmen, was es schon gibt, also "normalen" Mobilfunk. Letzteres dürfte in den meisten Fällen die günstigere Lösung sein.


    Kai
  • 11.01.2012 15:46
    arndt1972 antwortet auf Kai Petzke
    Benutzer Kai Petzke schrieb:
    > Benutzer arndt1972 schrieb:
    > > für so etwas haben die Funkgeräte dabei, oder?!
    >
    > Und wenn die vor 20 Jahren angeschafften Funkgeräte inzwischen
    > technisch veraltet sind und unverhältnismäßige Wartungskosten
    > verursachen, vorausgesetzt, man bekommt überhaupt noch
    > Ersatzteile? Dann kann man entweder so einen Eiertanz machen,
    > wie ihn die deutschen Behörden jahr(zehnt)elang um die
    > Umstellung von analogem auf digitalen Polizeifunk (BOS,
    > TETRAPOL etc.) veranstaltet haben bzw. immer noch dabei sind,
    > oder man kann einfach nehmen, was es schon gibt, also
    > "normalen" Mobilfunk. Letzteres dürfte in den meisten Fällen
    > die günstigere Lösung sein.
    >
    Keine Frage, da stimme ich zu 100% zu! Aber es ist doch so, daß gerade an Flughäfen nach wie vor Funkgeräte im Einsatz sind, sprich vorhanden (ob digital oder analog ist jetzt mal nebensächlich) sind.
    Ich meine man sieht ja immer wieder, wie schwerfällig man sich damit tut, neue Ideen oder Vereinfachungen umzusetzen, bzw. Kosten zu sparen. In Berlin habe ich gelesen, daß die Piratenpratei (die ich als Partei nach wie vor nicht ernst nehmen kann) auf den ihnen zustehenden Fahrdienst verzichten wollte, wenn man ihnen Dienstfahrräder kauft, das hätte einige hunderttausend euro gespart. Es wurde abgelehnt...