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Forum: Kostenlose Warteschleifen: 30-Sekunden-Grenze könnte wegfallen
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kostengünstigste und einfachste Lösung

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  • 23.10.2011 17:20
    ger1294 schreibt
    Hallo,
    die für Carrier, Callcenter und Verbraucher kostengünstigste Lösung ist, einfach die dämlichen 0180 Nummern abzuschaffen und durch normale Ortsnetzrufnummern zu ersetzen.

    Da inzwischen an einem großen Teil der Anschlüsse eine Festnetzflatrate geschaltet ist, wären die Warteschleifen damit automatisch kostenlos. Und auch sonst sind die Nummern dann zu erheblich günstigeren Kosten (ca. 1-2 bis max. 10 Cent) erreichbar. Da jedes hiter jeder 0180 Nummer bereits jetzt eine geographische Nummer steckt, wäre dies sehr kostengünstig zu realisieren.

    Man sollte hierbei bedenken, als 0180x eingeführt wurde, war ein Ferngespräch in Deutschland so teuer, wie ein Anruf zu einer 01805-Rufnummer, Alle anderen 0180x Vorwahlen waren somit billiger, da der Anbieter einen Teil der Kosten gertragen hat. Davon ist heute keine Rede mehr, es dient nur noch dazu, vom Kunden Geld abzugreifen. Viele Anrufe werden aber überhaupt erst notwendig, weil eine Firma eine Leistung nicht vertragsgemäß erbringt (Störung Telefon, falsche Rechnungen, etc.). Hier ist es Anmaßung, sich über die Telefongebühren noch zu bereichern.
    Vergleichbare Nummern in anderen Ländern sind im übrigen deutlich preisgünstiger (z.B. 902 in Spanien 4 Cent), zudem ist dort i.d.R. immer eine Ersatznummer angegeben, die zum Festnetzpreis erreicht werden kann.
  • 23.10.2011 23:11
    einmal geändert am 23.10.2011 23:17
    myselfme antwortet auf ger1294
    Eine ortsgebundene Rufnummer geht schon wg der Auflagen nicht ! Nahezu kein Anbieter hat seine Service-Zentrum an nur einem Standort oder erbringt Service-Leistungen nur aus den eigenen Resourcen.
    Und kostenlos heißt für viele emotinal verarmte Kunden eben oft auch wertlos. Als CCA wirst Du auf kostenfreien Hotlines wesentlich länger beschimpft als auf Gebührenpflichtigen. Und Du erhälst weit mehr banale, unsinnige Anfragen.
    Folge ist, dass die Warteschleifen länger werden oder die Produkte teurer.
    Kostenfreie Premiumhotline gegen monatlichen Aufpreis - meinetwegen.
    Kostenfreie Warteschleife - auf jeden Fall !
    Kostenerstattung für ausgefallene Leistungen - ja, immer !
    Gebührenfreien Service für Querulanten und Handbuch-Lesen-Verweigerer - nein Danke !
    Und ich arbeite nicht als CCA weil nichts anderes finde (allenfalls wg "Über"-qualifizierung, Lebensalter und dem Wunsch nach Teilzeit), sondern wohl auch wegen einem extremen, anerzogenem Dienstleistungswurm. Oder auch - wie meine Frau sagt - einem teuren Helfersyndrom.
  • 15.02.2012 21:22
    8x geändert, zuletzt am 15.02.2012 21:36
    Tom Paris TK antwortet auf myselfme
    Benutzer myselfme schrieb:
    > Eine ortsgebundene Rufnummer geht schon wg der Auflagen nicht !
    > Nahezu kein Anbieter hat seine Service-Zentrum an nur einem
    > Standort oder erbringt Service-Leistungen nur aus den eigenen
    > Resourcen.

    Die Auflagen zur Rufnummernvergabe besagen lediglich, dass der Inhaber einer Rufnummer seinen Wohn- oder Geschäftssitz in dem geographischen Bereich der Ortsnetzvorwahl haben muss in welchem diese Rufnummer vergeben wird. Es existieren keine Regelungen welche es untersagen einen Anruf an einem anderen Ort, beispielsweise über eine Rufumleitung oder Nutzung von IP-Telefonie, entgegenzunehmen.

    Es gäbe also drei einfache Möglichkeiten eine Ortsrufnummer einzusetzen:

    1. Die Firma nutzt eine Durchwahl der Telefonanlage am Hauptsitz oder einer ihrer Niederlassungen und leitet diese in das entsprechende Call Center weiter. Viele Firmen könnten hier dann einfach die Rufnummer einsetzen auf welche die Anrufe auf ihrer 0180 Rufnummer umgeleitet werden. Oder man richtet an einem Ort ein Call Center ein, somit ist es eine Niederlassung in diesem Ortsnetz was die Vergabe einer Rufnummer in diesem ermöglicht.
    Das diese Möglichkeit ohne Probleme machbar ist zeigen z.B. viele Banken bei welchen man unter der Rufnummer der Filiale teilweise Tag und Nacht einen Telefonservice erreichen kann.

    2. Wenn eine Firma es (aus welchen Gründen auch immer) für nötig erachtet die Telefonnummer des Geschäftssitztes geheim zu halten (was eine Firma welche zu ihren Produkten und Dienstleistungen steht eigentlich nicht nötig haben sollte), kann einfach eine weitere Rufnummer in diesem Ortsnetz geschaltet werden und diese dann entsprechend weitergeleitet werden.

    3. Da wir uns bekanntermaßen im Zeitalter der IP-Telefonie befinden, eine geographische IP Rufnummer in diesem Ortsnetz schalten und die eingehen Anrufe, wie es sicherlich auch oftmals um Kosten einzusparen bereits praktiziert wird, per IP Telefonie in das Call Center routen bzw. die IP Daten einfach dort einsetzen.
    Auch dieses nutzen viele Firmen bereits um ihre Niederlassungen zu vernetzen, man wähle eine Hamburger Rufnummer und kommt über die Durchwahl bei einem Mitarbeiter der Niederlassung München raus welcher die gleiche Durchwahl dann auch teilweise mit Münchner Rufnummer hat, ging sogar auch schon über ortsübergreifende ISDN Telefonanlagen vor über zehn Jahren.

    Und die Vorschaltung einer IVR oder die Anrufverteilung auf mehrere Standorte oder Call Center Dienstleiter, z. B. auch nach Auslastung oder Uhrzeit dürfte bei keiner der drei Möglichkeiten ein größeres Problem sein. Wobei dieses ohnehin die wenigsten Nutzer einer 0180 Nummer einsetzen, größtenteils sind es feste Umleitungen auf eine hinterlegte Ortsnetzrufnummer, sonst würden Alternativnummern aus dem 0180 Telefonbuch nicht so lange und tageszeitunabhänig funktionieren.

    Und die Tatsache das teilweise für Anrufe aus Deutschland eine 0180 Rufnummer und für Anrufe aus dem Ausland eine Ortsrufnummer angegeben wird auf welcher man bei Anwahl diese aus dem Inland sofort auf Anruf abgewiesen gelegt wird spricht wohl Bände dafür welchen Zweck der Einsatz der 0180 Nummer erfüllen soll.
    Zu dumm nur für die Unternehmen dass Anrufe über VoIP Anbieter welche keine Rufnummer übermitteln oftmals als Anruf aus dem Ausland erkannt werden bzw. da deren Herkunft nicht ermittelt werden kann von den entsprechenden Telefonlagen durchgestellt werden.

    Und die ganze Outsourcerei und somit auch Lohndrückerei der Firmen sowie die daraus resultierende Servicequalität ist ein anderes Thema welches hier allerdings nicht hingehört.