Diskussionsforum
  • 26.07.2011 21:08
    sushiverweigerer schreibt

    Brauchen wir das?

    Es gibt doch mit Android 3.0+ und Chrome OS schon ein Open Source-OS für Tablets und Netbooks. Wozu braucht man dann Gecko? Zumal es nur ein weiteres Linux-Derivat sein dürfte, wenn ich nicht komplett danebenliege.
  • 23.02.2012 15:39
    Kai Petzke antwortet auf sushiverweigerer
    Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > Es gibt doch mit Android 3.0+ und Chrome OS schon ein Open
    > Source-OS für Tablets und Netbooks.

    ChromeOS basiert auf der freien Browser-Engine Webkit, die u.a. im Safari, Chrome und den meisten Smartphone-Browsern arbeitet. "Boot to Gecko" basiert nun auf der Konkurrenz, nämlich Gecko, die unter anderem die Basis von Firefox ist.

    > Wozu braucht man dann Gecko?

    Webkit hat mit Apple und Google (ja, die beiden Erzrivalen des mobilen Zeitalters arbeiten bei Webkit via open-source-Lizenz faktisch zusammen!) zwei extrem potente Entwickler. Bezüglich Geschwindigkeit, Kompatibilität zu den Webstandards usw. liegt Webkit schon heute vor Gecko, und wird dort auch bleiben. Ähnlich wird es also bei ChromeOS vs. "Boot to Gecko" aussehen.

    Andererseits haben Apple und Google auch knallharte (finanzielle) Eigeninteressen. In der Folge sieht es bei Datenschutz und Erweiterbarkeit recht mau aus. Hier punktet dann wiederum Gecko und künftig wahrscheinlich auch "Boot to Gecko".

    > Zumal es nur ein weiteres Linux-Derivat sein dürfte,
    > wenn ich nicht komplett danebenliege.

    Der Betriebssystem-Kern ist bei so einem System komplett nebensächlich. Ob ein BSD-Derivat oder Linux macht da keinen wesentlichen Unterschied. Windows geht für ein (auch) als Freeware verfügbares System natürlich nicht, und eine Neuentwicklung ist nun wirklich nicht sinnvoll.


    Kai
  • 01.03.2012 02:13
    GrößterNehmer antwortet auf Kai Petzke
    Benutzer Kai Petzke schrieb:

    > > Zumal es nur ein weiteres Linux-Derivat sein dürfte,
    > > wenn ich nicht komplett danebenliege.
    >
    > Der Betriebssystem-Kern ist bei so einem System komplett
    > nebensächlich. Ob ein BSD-Derivat oder Linux macht da keinen
    > wesentlichen Unterschied. Windows geht für ein (auch) als
    > Freeware verfügbares System natürlich nicht, und eine
    > Neuentwicklung ist nun wirklich nicht sinnvoll.

    Ich nutze zwar seit Jahren zufrieden Chrome und Android, finde den Ansatz aber sehr interessant. Wenn ich es richtig verstehe, wird der OS-Kern nur zum Booten der Gecko-Engine und zum steuern der Hardware genutzt. Das sollte sich sehr positiv auf die Hardware-Anforderungen auswirken. Was man nicht unterschätzen darf: da die Gecko-Engine praktisch ein Browser ist, sollten sich Apps vergleichsweise einfach portieren lassen. Apple ist ja z.B. großer Fürsprecher von HTML5 und gegen den Resourcenfresser Flash. Je weiter HTML5 Verbreitung findet, desto größer wird der Vorteil des Ansatzes von Mozilla.

    Google ging ja mit Chrome OS in eine ähnliche Richtung, wobei Anwendungen oft nur Links auf die entsprechenden Webseiten waren. Somit ist Chrome OS eigentlich nur mit einer dauerhaften Internetverbindung sinnvoll. Der Vorteil von Boot to Gecko wäre einerseits (wenn ich es richtig verstehe), dass der HTML-Code auch komplett als App auf dem Handy liegen würde (und somit eine Internetverbindung nicht zwangsläufig ständig notwendig wäre) und andererseits, dass es bei Smartphones praktisch normal ist, dass sie ständig über eine Internetverbindung verfügen.

    Egal, ob Boot to Gecko jetzt die Revolution im Smartphone-Markt oder ein Rohrkrepierer wird, es ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Ansatz.

    Gruß
    GrößterNehmer
  • 03.07.2012 23:33
    rainbow antwortet auf sushiverweigerer
    Benutzer sushiverweigerer schrieb:
    > Es gibt doch mit Android 3.0+ und Chrome OS schon ein Open
    > Source-OS für Tablets und Netbooks. Wozu braucht man dann
    > Gecko? ...

    Um sich zu profilieren, um "Marktnischen" zu nutzen, um Patentklagen anzustrengen, um den freien Wettbewerb zu beleben usw. usw.