E-Plus kommt im Artikel viel zu gut weg, der Autor verwechselt selbst die Standards.
Zitat: "...nach aktuellem Stand sollen aber mittlerweile immerhin 80 Prozent mit HSPA ausgestattet sein. Dabei gibt es an Hotspots dank HSPA+ eine Datenrate von bis zu 21,6 MBit/s, in der Fläche werden maximal 7,2 MBit/s erreicht. HSUPA gibt es laut E-Plus an einer zunehmenden Zahl von Standorten und dann mit bis zu 5,76 Mbit/s."
Hiernach könnten 80% und zunehmend mehr Kunden den schnellen Upload nutzen, was leider völlig falsch ist. Richtig wäre, dass ca. 80% der E-Plus Sendemasten HSDPA können, die meisten davon aber kein HSUPA. Demzufolge können die meisten auch kein HSPA, denn HSDPA+HSUPA=HSPA.
Ergänzend sei vielleicht noch erklärt, wieso ich hier so penibel bin: Mit HSDPA ist die Latenz unerträglich hoch, das Surfen macht wegen der Wartezeiten keinen Spaß. Nur mit HSUPA (also auch HSPA) sind die Latenzzeiten akzeptabel. Die Spitzenwerte beim Down- und Upload braucht man fast nie, aber einen flüssigen Seitenaufbau immer. Lieber 1,8 Mbit mit kleiner Latenz als 21 Mbit mit großer. Was nutzt ein Porsche mit Getriebeschaden, der dennoch 300 km/h Spitze schafft, aber um die zu erreichen 20 Minuten lang mühsam beschleunigen muss? Dann lieber einen Miniflitzer, der in 3 Sekunden von 0 auf 50 ist, aber nur 160 km/h Spitze schafft.