Diskussionsforum
  • 30.11.2010 10:19
    2x geändert, zuletzt am 30.11.2010 10:23
    TripleNine schreibt
    Rein technisch sehe ich es als verschwenderisch an, an mangelhaften Lösungen herumzudoktorn, anstatt sie endlich zu begraben.

    Die Zeit der 0180-Rufnummern ist vorbei, heute dienen sie nur noch dem Zweck, sich Kunden vom Hals zu halten oder gar zu schädigen. Der designierte Zweck, nämlich die "geteilten Kosten", werden nur noch insofern (und designabweichend) erfüllt, indem sich der Anbieter und der technische Dienstleister die vom Kunden entrichteten Gebühren teilen. Wie gesagt, das war nicht Zweck der Sache.

    Daher bin ich für eine gesetzliche Regelung, die entweder:
    a) Die 0180-Rufnummern abschafft. (Es gibt den "P0rnonummernkreis" 0900, für sog. "Mehrwertdienste" ist er da!)
    b) Den Anbieter verpflichtet, eine Festnetz-Ersatzrufnummer bei jeder Nennung der 0180-Rufnummer (in mindestens der gleichen Bewerbungsform : Schriftgröße, Farbe, Einblendedauer, Hintergrund etc) zu veröffentlichen. Zuwiderhandlung führt zu Bußgeld und Entzug der Rufnummer.

    Selbstregulierung durch den Markt funktioniert offensichtlich nicht, denn
    a) Fernsehsender, welche auch ungebildete Teilnehmer erreichen, leben gut von 0137/0180 und werden sich kaum die Geschäftsbeziehung mit den Telcos durch Aufklärung der Verbraucher verderben
    b) Telcos werden nie per Standard 0180/0137/0190 sperren, sie verdienen ja auch sehr gut daran.

    Aus diesem Grunde muß meines Erachtens nach gesetzlich reguliert werden.
  • 30.11.2010 10:50
    myselfme antwortet auf TripleNine
    Richtig ! Schluß mit der Abkocherei im Servicebereich. Nieder mit Fahrkosten zum Mediamarkt, mit den unsinnigen Preiszuschlägen für die Bedienung im Restaurant und her mit endlich kostenfreien Bankleistungen !
    Service ist niedere Arbeit und kostet nichts bzw es reicht ehemalige Hartz IV - Leute hierfür einzusetzen.
    Nein, im Ernst. Auch ich sehe o180 bzw o900 kritisch und nutze wirklich nicht alles. Insbesondere kostenpflichtige Warteschleifen sehr ich sehr sehr kritisch. Für den Service an einer technischen Hotline, bei Rechnungfragen oder auch bei bei telefonischen Rechtsberatung hingegen zahle ich gerne. Oder ich nutze - je nachdem wie eilig meine Fragen sind - die meist kostenfreie E-Mail-Hilfe meiner Vertragspartner. Kostenfreie Hotlines führen mE eher dazu wegen jedem Bläh die Hotlines zu verstopfen und erhöhen dadurch die Wartezeiten (und für kostenlos lassen sich auch schwer mehr Leute einstellen).
    Aber jeder wie er will. Nur: Wer für nix zahlen will, der sollte auch nicht viel für seine Arbeit erwarten!
  • 30.11.2010 11:27
    TripleNine antwortet auf myselfme
    Ein zynischer Kommentar, der leider weitgehend an der Ursprungsaussage vorbeigeht, denn:

    a) Sagt der Ursprungskommentar nicht aus, daß Serviceleistung nichts kosten darf.

    b) Bemängelt mein Beitrag, daß die Kosten nicht transparent sind und die Abgrenzung zu Service 0900 nicht besteht.

    c) Befürworte ich persönlich guten Kundendienst und zahle dafür gerne drauf, allerdings:
    c.1) Nur für tatsächlich erbrachten Dienst
    c.2) Nur ohne zwischengeschalteten Dienstleister
    c.3) Idealerweise über einen zeitlich befristeten Servicevertrag, den ich direkt mit den Anbieter (oder indirekt über den Kaufpreis) abwickle

    d) Die Behauptung, ich bezeichne Service als niedrige Aufgabe, ist unrichtig. Service ist Kaufgrund und Kundenbindungsmittel. 0180 dagegen ist kein Service, sondern ein Nicht-Wertschätzungsbekundnis gegenüber dem Kunden.

  • 30.11.2010 16:46
    Telly antwortet auf TripleNine
    > Der designierte Zweck, nämlich die "geteilten
    > Kosten", werden nur noch insofern (und designabweichend)
    > erfüllt, indem sich der Anbieter und der technische
    > Dienstleister die vom Kunden entrichteten Gebühren teilen. Wie
    > gesagt, das war nicht Zweck der Sache.

    Sind Helmut Kohl und Gerhard Schröder unsere designierten Bundeskanzler? Gott bewahre! ;-)

    Telly