Diskussionsforum
  • 20.02.2013 09:22
    Kai Petzke schreibt
    Natürlich hat Booz&Company recht, dass sich die Netzbetreiber mit dem Modell "Datenflatrate" auf einen relativ eindimensionalen Wettbewerb eingelassen haben ("X Megabyte ungedrosseltes Datenvolumen für Y Euro monatlich"), so dass die Verbraucher insgesamt dank guter Vergleichbarkeit am längeren Hebel sitzen.

    Andererseits muss man aber auch sagen, dass ohne die für die User sicher kalkulierbare "Datenflatrate" sich die Smartphones nie durchgesetzt hätten, auch das iPhone nicht. Vor diesem Hintergrund war nicht die Flatrate der Fehler, sondern die Unfähigkeit der Netzbetreiber, ein variables Preismodell für Datendienste zu finden, das nicht in absurden Kostenfallen endet. Da konnte man schnell Schockrechnungen in Höhe von tausenden Euro bekommen, weil man dank umfangreichen Youtube-Konsums halt 2000 statt 200 MB übertragen hatte.

    Fazit: Mangels sinnvollem differenziellem Daten-Pricing (z.B.: "Mobilseiten und E-Mail all inklusive für 3 Euro mtl.; das "große" Web für 5 Euro mtl. extra; Mobiles Video-Paket mit 2000 Minuten für 15 Euro mtl. oder sonst für 3 Cent/Minute) war die Daten-Flatrate die Rettung der Netzbetreiber, nicht deren Untergang.

    Klar haben alle Poster recht, die bemängeln, dass die Flatrates alle limitierte Leistung haben. Sie sind aber aus Netzbetreibersicht insofern "echte" Flatrates, als die Gegenleistung des Kunden tatsächlich "flat" ist, auch dann, wenn er im "Kriechmodus" das vereinbarte Inklusivvolumen erheblich überschreitet.


    Kai