Benutzer garfield schrieb:
> ...
> Zu erwähnen wäre noch, dass man den Nachspann nur deshalb
> gelegentlich wieder wenigstens stückweise zeigt, damit man da
> reinplärren kann, was jetzt für eine tolle Sendung folgt. DIESE
> Unsitte hat leider auch der ÖR schon übernommen...
Die Tatsache, dass Teilweise noch Stücke vom (aus der Sicht der Sender ungeliebten) Nachspann gezeigt werden, könnte schlicht daran liegen, dass die Privaten die zeitliche Grenze für einen zusätzlichen Werbeblock
überschreiten wollen.
Ein fiktives Beispiel:
Nehmen wir an, es soll ein Film gezeigt werden der samt 3 Minuten Abspann eine Nettospielzeit von 91 Minuten hätte. Eigentlich würde ein Privatsender den gesamten Abspann wegschneiden, weil die Mehrheit der Zuschauer erfahrungsgemäß während des Abspanns zum Wegschalten tendiert.
Problem: Ohne Abspann läge die Nettospielzeit unter 90 Minuten und der Sender wäre von Gesetz wegen dazu gezwungen, einen Werbeblock weniger einzubauen (sagen wir 5 statt 6).
Also schindet man zunächst mit dem von Dir erwähnten Trick durch Zurückspulen nach jedem Werbeblock ein paar Sekunden extra und bringt die Nettospielzeit auf 89 Minuten.
Dann hängt man noch knapp über eine Minute von dem ungeliebten Nachspann dran und bringt die Nettospielzeit auf über 90 Minuten, um den sechsten Werbeblock senden zu dürfen und damit die maximalen Werbeeinnahmen zu kassieren.
Wenn der Sender sich die ungeliebte Minute an gesendetem Nachspann obendrein damit "versüßt", dass er kräftig Werbung für die nachfolgenden Sendungen "reinplärrt", dann ist das aus eigener Sicht vermutlich eine Art "positiver Nebeneffekt".
Gruß,
]B^)=