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Forum: Verleger starten Offensive für Paid Content
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Beitrag:
>> Naja kommt immer auf die Seiten an, die man denn so >> besucht. Mir ist jedenfalls noch keine schadhafte Werbung >> untergekommen.
> Das hängt absolut NICHT von den besuchten Seiten ab. > Werbung wird üblicherweise von eigenen Werbefirmen > verbreitet. Diese blenden die von den zahlenden Firmen > erstellten bzw. gelieferten Werbeformen via externe > Werbeserver entsprechend dem vertraglichen Umfang in die > Seiten ein.
Da liegt es aber an der Faulheit der Betreiber, dass Marketing in fremde Hände legen. Wenn man sich selbst um die Vermarktung kümmert, wird man solche Probleme niemals bekommen und kann auch gezieltere Werbung schalten. Dazu gibt es dann noch höhere Einnahmen, da ja die Provision der Drittfirma entfällt. Liegt also definitiv am Seitenbetreiber.
Und selbst bei den ganzen Werbenetzwerken, kann man ebenfalls manuell Werbung akzeptieren. Ist also wirklich nur die reine Faulheit einiger Betreiber.
> Nicht mehr besuchen ist eine Möglichkeit. > Werbe- und Scriptblocker (ich und NUR ich entscheide, > was ich auf meinem Rechner haben/sehen will
Damit erschleichst du dir aber die Leistungen, die eigentlich durch die Werbung (teil)finanziert werden sollen. Abgesehen davon, wenn Seite XY schon irgendwelche " schlimme" Werbung oder Skripte am Laufen hat... wird der Content nicht viel anders sein...
> Teilweise kann man durch Bezahlung Werbung vermeiden. Wer will aber ehrlich(!) > für jeden Furz zahlen müssen - insbesondere, wenn der Nutzen/Mehrwert zumeist > zweifelhaft oder quasi Null ist?!
Der Mehrwert ist ja schon da - im Gegensatz zu einer Zeitung, kann man den PDA/das Mobiltelefon in die Hosentasche stecken ;) Preisfrage halt. Weit günstiger als die Printausgabe muss es halt auf jeden Fall sein. Vielleicht ja Preisklasse wie die Jamba-Klingeltöne damals... 4,99 Euro pro Woche inkl. Archivzugriff. Aber wie ich schon geschrieben hatte... selbst bei einem Cent pro Ausgabe würde es mehr Raubkopien geben, als echte Abonnenten :(
>> die Zeiten, wo man als Journalist viel sparen konnte sind meiner >> Meinung nach lange vorbei.
> So gut wie alle Firmen bieten Journalistenrabatte von zumeist min. 20, meist > um die 50%.
Das müssen dann aber wirklich unseriöse Firmen sein, die 50% Rabatt anbieten. Schaut man sich die großen Anbieter an, bieten die "gerade mal" ein paar Euro oder maximal 20% auf die Grundgebühr oder ähnliche vergleichbare Rabatte an. Vodafone wäre da nur ein Beispiel. Selbst der PDA Hersteller Palm bietet mittlerweile gar keinen Presserabatt mehr. Welche Anbieter bieten denn bitte 50% Rabatt an?
>> Wobei das ja definitiv an der Nachfrage liegt. Würden Kunden >> nicht kaufen wie die Idi..., wären die Firmen ja gezwungen >> etwas neues oder billigeres auf den Markt zu bringen.
> Die Nachfrage an solchen DRM-verseuchten Medien ist sicher NICHT > gerade riesig.
Da muss ich die Plattenfirmen aber in Schutz nehmen. Die Nachfrage nach ungeschützen MP3s war da -> und nun bietet fast jeder diese zum fast-kostenlos Preis an. 99 Cent ist doch ein Witz für ein 3 Minutenlied. Früher musste man das ganze Album kaufen, ist ja nun nicht mehr der Fall. Wieso wird dann weiter raubkopiert bis zum Umfallen? Gehen diese Leute auch in Geschäfte und stecken sich irgendwelche CDs ein? Scheinbar. Ich bin da noch anders aufgewachsen. Wenn etwas zu teuer ist, gibt es das halt nicht. Und von teuer kann bei einem Titelpreis von einem Euro ja nicht die Rede sein. Das kann ja sogar die Klingeltongeneration aufbringen. Andere, die zu geizig dafür sind, haben ja die Möglichkeit Titel unbekannter Sänger/Gruppen u.U. kostenfrei sogar herunterzuladen.
Das ganze Alben durchgängig nicht für 5 Euro angeboten werden können, sollte auch klar sein. Es will halt jeder Geld kassieren. Der Sänger singt ja nicht zum Spaß heute sondern nur wegen des Geldes. Wenn man die neue Villa finanzieren möchte, ok... ab 1 Euro ist man dabei ^^ man hat aber doch die Wahl? Dann einfach keine CD / keine MP3 kaufen.
> 1 Euro (teilweise aber mehr) pro (DRM-verseuchtem) Musikstück macht aber > bei einem Album mit 15 Stücken 15,--.
Die Alben bekommt man aber für weit günstiger als 15 Euro im Netz. Natürlich sollten sie allgemein auf jeden Fall günstiger sein als eine echte CD im Handel. Aber da sind wir wieder bei 1,- Euro für den Chart-Titel der grad im Radio läuft. Für die meisten noch immer zu viel. Und selbst bei 50 Cent oder 20 Cent würden nicht unbedingt mehr Leute zugreifen, weil das heute halt die "Ich will alles gratis" Generation ist. Die 20 Cent Titel wird man ebenfalls in einschlägigen Netzwerken zum gratis Download finden :(
> Es zwingt niemand ein Unternehmen, Onlinedienste anzubieten. Wer nicht will oder wem es > zu teuer ist, kann es gern lassen - muß aber damit leben, daß es die Konkurrenz > höchstwahrscheinlich anders sieht und hält.
Noch... bald wird aber auch die Konkurenz nicht mehr in der Lage sein, die Dienste kostenfrei anzubieten. Noch verdienen z.B. Zeitungen gutes Geld mit den Printausgaben. Was, wenn diese aber in 10 Jahren komplett wegfallen? Dann muss im Netz Geld verlangt werden. Kostenlos kann das niemand anbieten, dafür sind die Ausgaben (Bilderrechte, Redaktionskosten, Agenturkosten und und und) einfach zu hoch. Und nur durch Schaltung von Werbung kann man seit Jahren nicht mehr reich werden.
Kunde/Konsument/Verbraucher ist die Jahre zu sehr von allen Firmen verwöhnt worden und hat sich halt an dieses "alles muss gratis her" gewöhnt. Komischerweise wird aber bei anderen Sachen nicht gespart. Klingeltöne für 5 Euro, SMS für 20 Cent ... und und und. Vielleicht ist aber das aktuelle Tagesgeschehen auch weniger wert als eine SMS...
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