> Daß heutzutage ein Surfen ohne Ad- und Scriptblocker fast
> unmöglich und außerdem risikoreich geworden ist, haben sich
> die Webseitenbetreiber selbst zuzuschreiben.
Naja kommt immer auf die Seiten an, die man denn so besucht. Mir ist jedenfalls noch keine schadhafte Werbung untergekommen. Bestimmte Werbung empfinde ich auch als störend (Flash-basierte Werbung), aber wenn es mir gar nicht passt, besuche ich die Seite einfach nicht mehr.
> Zu viele glaub(t)en, mit Werbung reich werden zu müssen.
> Da überwiegt (und überdeckt) häufig die Werbung den Nutzinhalt
> und nebenbei wird versucht, via Werbebanner bzw.
> Flashanimationen Malware an Surfer zu verbreiten, weil die
> Anbieter von Werbedienstleistungen an Kontrollen nur mäßiges
> Interesse zeigen, da diese nur Aufwand + Kosten, aber keine
> zusätzlichen Einnahmen bringen.
Ja das stimmt, aber der Nutzer hat doch die Wahl zwischen einer kostenlosen Leistung (dafür mit Werbung) bzw. der Nicht-Nutzung (die Seite einfach nicht mehr zu besuchen). *Noch* gibt es genug Auswahl... doch wird irgendwann der große Knall kommen, wenn die Einnahmen wegbleiben.
> Da bei der Begründung für das Bezahlen immer wieder das
> Qualitätsargument kommt: Qualitätsjournalismus gibt es schon
> lange nicht mehr.
Mit Qualität meinte ich auch eher Qualität in Form von Zusatzinformationen bzw. Fotos, Videos, etc. Das die meisten Berichte vorne und hinten nicht stimmen (TV, Print sowie auch Internet) *sollte* ja jedem klar sein.
> Alle schreiben ("copy & paste" sei Dank) nur bei
> den Agenturen ab
Ich glaube das war vor 10 Jahren aber auch schon so? Nur bemerkt man es jetzt erst selbst, da mittlerweile auch Privatpersonen Zugang zu Presseinformationen bekommen und die Texte vergleichen können. Ich glaube die Qualität / Quantität ist (in den meisten Bereichen) genau gut bzw. schlecht wie vor X Jahren. Natürlich wird heute viel zensiert... das bemerken wir aber auch nur, weil wir halt Zugriff auf die gleichen Quellen haben, wie die Presse.
> Das Einzige, was Journalisten heutzutage interessiert,
> sind die mit ihrem Beruf verbundenen Vorteile und Pfründe:
> Möglichst mindestens 50% Journalistenrabatt quer durch alle
> Lebensbereiche
Die Zeit ist doch auch schon lange vorbei? Wenn ich bedenke, dass ISPs damals Ende der 1990er Jahre Journalisten mal eben 100 Freistunden pro Monat - für null Gegenleistung - gegeben haben... und heute gibt es bei den Anbietern nur - wenn überhaupt - einen ganz geringen Journalistenrabatt... die Zeiten, wo man als Journalist viel sparen konnte sind meiner Meinung nach lange vorbei.
> potentiellen Kunden ihre (meist auch noch DRM-verseuchten)
> digitalen Werke links liegen lassen, wenn diese kaum weniger
> als das Album/Video kosten, wobei der Kunde dazu auch noch für
> Traffic und Speichermedium aufkommen muß und nicht einmal ein
> Booklet etc. bekommt.
Wobei das ja definitiv an der Nachfrage liegt. Würden Kunden nicht kaufen wie die Idi..., wären die Firmen ja gezwungen etwas neues oder billigeres auf den Markt zu bringen. Wie das TV Programm. Primitiv wie nie zuvor... aber die Nachfrage nach den 0815-Sendungen ohne Inhalt ist halt riesig. Wozu dann ändern?
> Das Gleiche gilt für Online-Medien.
> Wenn ich zahlen will, kann ich mir gleich die Printausgabe
> kaufen. Die kann ich z.B. auch in der U-Bahn oder am Klo
> nutzen, was mit der Online-Version nur schwer möglich ist.
Printausgabe ist aber mit höheren Kosten verbunden (Druckkosten usw.). Es sollte auf den Preis ankommen. Einzelne Artikel für 20 Cent machen keinen Sinn. Wenn dann sollte es kostenpflichtige Abos mit Archivzugriff geben. Das Ganze dann natürlich zu einem weit günstigeren Preis als ein Abo der Printausgabe. Problem: Wie sollen die Inhalte geschützt werden? Spätestens nach einer Woche landen die ersten Zugangsdaten in Foren, wodurch dann andere kostenlosen Zugang bekommen. Weiteres Problem: Wie hoch soll der Preis sein? Wenn ein Zeitungsabo 25 Euro kostet, wie teuer soll dann das Online-Abo sein? 10 Euro? 5,- Euro? Selbst EIN Euro ist wohl 80% zu viel Geld :( Ist doch bei Musik genauso. Titel werden mit 60 Cent bis 1 Euro angeboten. 1,- Euro für ein Musikstück ist doch lachhaft, wenn man die Musik denn mag. Aber selbst ein Euro ist den meisten zu teuer und so laden sie sich die Musik per P2P lieber gratis herunter.
Was also tun? Musik für 1 Cent das Stück anbieten? Online-Zeitungsabos für 50 Cent pro Monat anbieten? Am besten der Internetzugang komplett gratis.. Leitungsreparaturen und Leitungserweiterungen sollen die Anbieter doch gefälligst selbst zahlen... und die Angestellten... die brauchen kein Gehalt ^^