Benutzer arndt1972 schrieb:
> Lesen und verstehen! Ich sagte nicht, daß wir eine Diktatur
> haben, sondern lediglich, daß die SED/PDS/Linkspartei aus einer
> Diktatur stammt!
Überraschung: Die SED ja, die Linkspartei nicht.
> Du mußt mal unterscheiden: das eine ist eine Organisation, das
> andere ein Staat!
Na toll! Mal ein Beispiel:
garfield: "Dies hier sind zwei Äpfel."
arndt72: "Nein, kann gar nicht sein, denn das eine ist rot, das andere gelb."
Verstanden?
Was hat die Tatsache, dass eins eine Organisation, das andere ein Staat ist, mit der Frage zu tun, ob ein Rechtsnachfolger für die Taten seines Vorgängers verantwortlich ist?
Dann erklär mal den Unterschied, warum eine Organisation als Rechtsnachfolger für die Taten des Vorgängers verantwortlich sein soll, ein Staat, wenn er ebenfalls Rechtsnachfolger ist, aber nicht.
> Ich habe nicht gesagt, daß Du es willst (Lesen und verstehen!),
Richtig! Lesen und verstehen. Hast Du, und zwar hier:
"Eine Diktatur hast Du niemals von heute auf morgen, aber Du gibst das als "Endziel" aus...."
http://www.teltarif.de/forum/s33359/1-66.html
Ich gebe es als mögliche zukünftige Bedrohung an, bzgl. des Endziels bist Du vermutlich bei Deinem Schäuble eher an der richtigen Adresse.
> Nein, sie sind nciht Rechtsnachfolger! Das Deutsche Reich wurde
> aufgelöst und man hat dann einen neuen Staat gegründet.
Und wo hatte man plötzlich die ganzen neuen unbelasteten Menschen her?
Tja, Du kannst Dich drehen wie Du willst und kommst doch auf keinen grünen Zweig. Genauso wie die Linke mit vorbelasteten Menschen zu tun hat, hatte es die Bundesrepublik auch.
Ich glaube, Du solltest Dich langsam von dem Versuch, dort Unterschiede zu konstruieren, lieber verabschieden.
> Brauchst Du noch weitere Nachhilfe in Geschichte?!
> Aber: die Bundesrepublik Deutschland hat Verantwortung für die
> Taten des Dritten Reichs übernommen!
> So und nun die Unterschiede zur SED, auch wenn man das
> eigentlich nicht vergleichen kann, denn wie gesagt, Staaten
> sind keine Organisationen!
Einfach nur leerer Müll. Ich wiederhole mich zumindest in ein und demselben Beitrag nicht.
> Und ein Bisky, als
> Bundestagsvizepräsident, leugnet ja sogar den Schießbefehl!
Gähn. Das hatten wir auch schon mal. DEN Schießbefel gab es auch nicht. Ich bitte um Verständnis, wenn ich Dir den Link zur Erklärung nicht nochmal anbiete.
> Stimmt, da hieß sie noch SED, ist aber wie gesagt die gleiche
> Organisation!
5 mal gegähnt sollte eigentlich reichen. Leg mal 'ne neue Platte auf.
> > Umbenannte Telekom als Rechtsnachfolger,
> > Linke als Rechtsnachfolger,
> > Bundesrepublik als Rechtsnachfolger,
> > Du kannst gern das Unternehmensregister abarbeiten, ich
> > wiederhole meine Frage: Ist ein Rechtsnachfolger für die Taten
> > des Vorgängers VERANTWORTLICH, ja oder nein?
> > JA!!!!!!! Aber um es gleich vorweg zu nehmen: wir reden von
> Rechtsnachfolger! Nicht von einem neu gegründeten Staat.
Und DER war Rechtsnachfolger. Oh Mann, so langsam müßtest Du merken, dass Du Dich damit lächerlich machst.
Aber, nur weiter in der Rechtsnachfolge-Diskussion. Ich bin hier mit Sicherheit nicht der Einzige, der sich über Deine Verrenkungen amüsiert.
> > > > Alle Verbrecher die der SED angehörten!
> > Nämlich?
> > > Brauchst Du einen Schnuller? Willst Du spielen?
Nein, nur ein paar konkrete Namen und die dazugehörigen Verbrechen und was die Linke als Partei damit zu tun hat. Im Gegensatz zu Dir ergehe ich mich nicht gern in nebulösen unscharfen (auch Rechtsnachfolge-) Diskussionen, sondern habe es gern konkret.
Aber fang schon mal an, ich bring Dir dann eine Liste mit Namen von "Vorbildern" Deiner Parteien, inklusive Strafregister. Da werd' ich mit Garantie schneller als Du fündig.
> Interessante These, also darf ich damit sagen, daß es für Dich
> persönlich ok wäre, wenn sich die NSDAP wieder gründen würde
> (zumindestens rechtlich, nicht moralisch!)?! Auch wenn wir
> wissen, daß es gesetzlich verboten wäre.
> Das ist ein echtes Armutszeugnis!
Jetzt hast Du Dir aber selbst eine tolle Falle gestellt. Nur 'ne kleine Denkaufgabe dazu:
Wir können doch sicher davon ausgehen, dass die Neugründung einer Partei wie die SED heute ebenfalls verboten wäre.
Da aber Deinem schlichten Gemüt nach gilt: SED=Linke, warum wurde dann aber die Gründung der Linken zugelassen und inzwischen winkt sogar der Verfassungsschutz ab, wenn er sich mit ihr befassen soll?
Ich schätze, diese Nuss ist wieder mal zu hart für Dich.
> Ach so, Umschwung durch Verdrängung, bzw. natürliche
> Ausrottung...
Was ist eine "natürliche Ausrottung"?
> Dann warten wir am Besten ab, bis alle Leute älter als Jahrgang
> 1971 (die wurden 1989 volljährig) ausgestorben sind oder wie?
> Dann hätte man ja die Täter sicher raus...
Wie sollen wir das jetzt verstehen? Welcher Taten sind denn die danach Geborenen schuldig?
Tja mein lieber arndt, Du wirst damit leben müssen, dass in der Tat die "alten Verbrecher" nicht nur in der CDU, sondern durch Gottes Gnade sogar bei den Linken wegsterben. Keine guten Aussichten für Dich, wenn das Feindbild so langsam abhanden kommt. Dann mach Dich mal schnell auf die Suche nach einem neuen.
> Solange es nicht genug sind, um die Alten zu verdrängen oder
> verdrängen zu können, kann man aber nicht von Neuanfang
> sprechen!
Ich hatte im letzten Beitrag (und eben) nachgewiesen, warum sich die Alterstruktur zwangsläufig zu Gunsten der Jüngeren entwickelt.
> Davon abgesehen, daß ein Neuanfang nicht auf alten
> Verbrechen mit den Altlasten geschehen kann!
Interessant. Eine ganz neue Bedeutung des Wortes "Schuldenaufnahme". Willst Du schuldig werden, tritt der Linken bei! Dann werden Dir von arndt sofort alle Verbrechen der SED ans Hemd gepinnt.
Ich lieg' gleich unter'm Tisch.
> > Das ist völlig normal. Ich habe auch nirgends behauptet, dass
> > die Linke ein westdeutsches Übergewicht hat.
> >
> Du redest doch von Neuanfang und dem großen Input der WASG,
> aber das kann ja nciht so dolle sein, wenn sie unter den
> Altkadern nicht wirklich was zu sagen haben, da sie in der
> deutlichen Minderheit sind....
Auch wenn's vielleicht das eine oder andere Mitglied der WASG nicht gern hört: Die Wandlung zu einer demokratischen Partei hat mit der WASG gar nichts zu tun. Ist auch ganz logisch, denn wenn die damalige PDS um den vermeintlichen WASG-Anteil weniger demokratisch gewesen wäre, hätte sich die WASG kaum mit einer "solchen" Partei zusammengeschlossen. Oder willst Du denen jetzt eine psychologische Sehnsucht nach einem undemokratischen Deckmantel unterstellen?
> > musst Du uns unbedingt erklären!
> >
> Da braucht man nur lesen, wen oder was die SED, äh Linkspartei
> jetzt so rausbringt. Fängt an mit Stasi-Spitzeln, geht über
> Folterknechte aus dem Kanst in Stadtparlamenten weiter etc.,
> etc. ...
Und DAS hast Du aus der verlinkten Statistik herausgelesen. Erstaunlich. Leider fehlt immer noch die Erklärung, WIE Du das geschafft hast.
> Nein, das nicht! Sie sind anscheinend genau wie Du zu dumm und
> können ihr Handeln nicht erkennen (oder wollen es nicht
> erkennen!)...
Schön, dass Du Lafontaine für dumm hälst. Wenn seine Feinde ihn derart plump unterschätzen, kann ihm das nur recht sein. Mit der Haltung stehst Du aber selbst in Deinem eigenen Lager ziemlich alleine da. Die maßgeblichen Figuren aus den Parteien Deines Lagers hassen ihn mit Sicherheit wie die Pest (so wie die Lüge dei Wahrheit haßt - um mal etwas literarisch zu werden), wen man aber für dumm hält, über den lacht man höchstens (mehr oder weniger öffentlich), spuckt aber nicht Gift und Galle.
Ich verrate Dir was: Wenn Lafontaine gehässig wäre, würde er sich königlich amüsieren, wenn (besonders die SPD) wieder mal wegen ihm im Dreieck springt.
Aber "every little helps". Die Linke kann dankbar für jedes Mitglied sein, dass ihr die Politik und der Umgang deren Vertreter mit den Linken zutreibt.
Denn Du wirst mir vielleicht sogar zustimmen: Die meisten Neumitglieder kommen nicht zur Linken, weil sie geborene Kommunisten sind, sondern auf Grund der miserablen Politik der Etablierten - weil sie von denen genug besch... wurden.
Ähnliches gilt für deren Wähler. Es gibt grob gesagt, drei Gruppen von (demokratisch gesinnten) Wahlberechtigten: Ein Merkmal ist allen gemeinsam. Sie haben gemerkt, dass sie von den Etablierten meist nur besch... und Wahlversprechen schneller gebrochen als verkündet wurden. Die erste Gruppe wählt trotzdem unverdrossen mal SPD, mal CDU, wenn sie sich ganz mutig wähnen, auch schon mal Grüne oder FDP. War gerade die SPD dran, wählen sie CDU und verkünden abends am Stammtisch ganz stolz, wie sie es "denen" wieder mal gezeigt haben. War die CDU dran, gilt analoges, nur umgekehrt.
Wie man das Spielchen nach spätestens 3 maligem Besch... immer noch weiter machen kann, werde ich nie begreifen.
Die zweite - leider viel zu große - Gruppe hat resigniert und geht gar nicht mehr wählen. Diese Gruppe kann ich immerhin verstehen.
Urban Priol hat eine sehr gute Alternative für diese Gruppe formuliert (die sich übrigens auch nicht dazu überwinden können, in der Linken eine Alternative zu sehen, was ich auch akzeptieren kann): Zur Wahl gehen! Unbedingt hingehen! Dann eine ungültige Stimme abgeben in der Form, dass man den Zettel durchstreicht und darauf schreibt, dass einem keine der angebotenen Alternativen zusagt.
Denn Nichtwähler beeindrucken die Typen oben nicht. Merkel würde sich auch mit einer einzigen abgegebenen Stimme (der von arndt72) als legitim gewählt betrachten (EINstimmig eben).
Wenn aber die große Gruppe der Nichtwähler dokumentiert, dass sie in dem angebotenen Potpourrie keine wählbare Partei findet, wird Müntemerkel ganz schön stotternd in Erklärungsnot kommen. Außerdem ist es ein Beleg dafür, dass auch diesen Menschen die Politik alles andere als egal ist. Hat sich doch heute langsam die Sichtweise durchgesetzt, auf die vermeintlich Nicht-Interessierten müsse sowieso keine Rücksicht genommen werden.
Denn mehr, als dass die jedesmal erneut angestiegene Zahl dieser Gruppe am Wahlabend achselzuckend zur Kenntnis genommen wird, passiert nicht.
Die dritte Gruppe hat es geschafft, den vermeintlichen Horizont zu durchbrechen und erhofft sich von den Linken zumindest ein demkratisches Korrektiv.
Du wirst lachen: Viele Linke-Wähler sind nicht mal unbedingt Freunde der Linken. Ungelogen: Ich habe in einem anderen Forum MEHRFACH gelesen, wie User sinngemäß schrieben "Zwar habe ich bei den Linken noch leichte Bauchschmerzen, aber ich werde sie diesmal trotzdem wählen, weil sich mir bei den anderen einfach der Bauch umdreht und es sich sonst eh nichts ändert.". Dass man davon genug hat, sich ständig besch... zu lassen, ist fast immer in diesem Beitrag dabei.
Diese Leute beobachten genau, welche Partei welche (Gesetzes-)Vorstöße in welcher Richtung macht und vor allem das Wichtigste. "Cui bono" - WEM dient die gerade beabsichtigte Veränderung! Denn Parteien sind nichts weiter als Interessenvertreter. Und genauso legitim, wie es ist, dass die CDU Entscheidungen vorantreibt, die den Gutbetuchten zugute kommen, ist es legitim, dass sich auch eine Partei findet, die offenbar das Wohl einer anderen (stark vernachlässigten, nichtdestoweniger zahlenmäßig großen) Schicht im Blick hat. Schon ganz gut daran zu erkennen, dass sie dem Spenden-Geldregen der Großindustrie nicht teilhaftig wird.
Völlig in Ordnung so!
Und da ich leider kein Konzernlenker bin (dann würde ich vielleicht auch CDU wählen)...
Du darfst mich gern als dumm bezeichnen, weil ich Linke wähle - und zwar in folgender Hinsicht: Wenn die was zu sagen haben, werde ich vermutlich auf Grund meiner Einkommensgruppe etwas mehr "belastet" als jetzt. Ist halt Mist, wenn man ein so komisch ausgebildetes Gerechtigkeitsempfinden hat. Dann kann man sich vielleicht auch mal etwas besser in Andere reinversetzen. Steht dem eigenen finanziellen Vorteil allerdings manchmal im Wege.
Ach so, ich vergaß: Es gibt noch eine vierte Wählerschicht. Zu der gehörst Du. Sie ähnelt der ersten, nur mit dem Unterschied, dass sie NICHT geschnallt hat, dass sie vera... wird.