Benutzer platon schrieb:
> Wieso Staatsvertrauen? Die Daten müssen doch bei den privaten
> Telekomanbietern erfasst und gespeichert werden.
Ja, und außerdem wird verlangt, dass sie diese Daten (möglichst noch auf ihre eigenen Kosten) speichern und auf Verlangen den staatlichen Behörden zur Verfügung stellen.
Da darf man sich dann überlegen, was mehr Grund zur Sorge liefert: dass die persönlichen Daten bei Privatfirmen vagabundieren oder dass der Staat sie durchleuchtet.
> Da können auch
> dessen Mitarbeiter, Subunternehmer oder Kriminelle von außen
> die Daten 'stehlen'.
Das kommt noch dazu.
Am tollsten finde ich immer, wenn der Bürger (dessen Daten bei oben genannten Stellen munter hin- und hergeschoben werden) Auskunft über gewisse Informationen zur Abwechslung mal in SEINEM Interesse verlangt, dieses Ansinnen oft genug mit eben dem Datenschutzargument abgeschmettert wird oder zumindest die Hürde sehr hoch gelegt wird.
Ich hatte bisher offensichtlich immer ein falsches Verständnis von Datenschutz. Jetzt weiß ich auch, was das wirklich bedeutet: Schutz der Daten vor den Bürgern.
Auch toll finde ich in manchen Verträgen den wie zum Hohn gerade mit dem Datenschutz begründeten Hinweis, dass man sein (gerade zum Zeitpunkt des Vertragsabschluss nicht abwählbares) Einverständnis zur Datenweitergabe jederzeit wiederrufen kann. Nur von vornherein scheint das ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.