Benutzer arndt1972 schrieb:
> Genau das (daß sie sich zum spitzeln verpflichten) steht in
> einer Verpflichtungserklärung ggü. der Stasi und nichts
> anderes!
Richtig, in den Verpflichtungserklärungen der IMs. Ich warte aber immer noch auf eine Verpflichtungserklärung eines Kochs, Fahrers, Wachregiment'zlers bei der Stasi, woraus die Verpflichtung zum Spitzeln hervor geht.
Na nun komm doch endlich mal in die Puschen!
> Das habe ich Dir anhand eines Beispiel bewiesen und wenn Du
> jetzt hier rumlügen willst, daß es auch andere
> Verpflichtungserklärungen gab, dann kannst Du das tun, nur
> glauben wird es Dir keiner. Aber Du könntest ja zur Abwechslung
> auch mal eine Deiner Lügen beweisen! Das kannst Du natürlich
> nicht, denn sonst wäre es ja keine Lüge...
DU hast behauptet, ALLE Stasimitarbeiter mit Verpflichtungserklärung hätten sich zum Spitzeln verpflichtet, also eben auch die oben genannten Berufsgruppen.
Wer ist dann wohl für den Nachweis verantwortlich? Seeehr richtig!
Die Verpflichtungserklärung eines solchen liegt wohl sehr tief unter dem Stapel, so dass Du noch eine Weile graben musst? Wir warten...
> Ich glaube mittlerweile eh daran, daß Du entweder früher selber
> ein Stasi-Spitzel warst
Willst Du MEINE Verpflichtungserklärung sehen? Aber vielleicht war ich ja nur Koch oder Fahrer oder auch keins von all dem?
> oder zumindestens Personen in Deinem
> direkten Umfeld gespitzelt haben.
Also DICH hätte ich liebend gern beobachtet. Aber ob es sich bei einem so staatstreuen, obrigkeitshörigen katzbuckelndem Regierungsdiener gelohnt hätte?
Für die hat sich die Stasi gerade NICHT interessiert, denn die wurden der DDR so wenig gefährlich - ja waren geradezu staatstragend - wie Du hier und heute.
Solch eine Einstellung ist ideologieunabhängig. Solche Typen gibt's auf der Welt überall.
Ach, hatte ich Dir übrigens schon bescheinigt, dass Du einen vorbildlichen Stasigenossen abgegeben hättest? Ich glaube, ja.
Vielleicht sollte wohl eher ich DICH nach Deiner Verpflichtungserklärung fragen. Die Stasi hatte ja auch unter "gewachsenen" Westdeutschen ihre Anhänger Mitarbeiter. Oder vielleicht hast Du die ja auch nur "vergessen".
> Erst hast Du so getan als
> seist Du gar kein Ossi (was keinerlei Wertung ist oder sein
> soll!),
Auch das Ossi-sein fällt noch nicht unter den Zwang, sich immer und überall mit umgehängtem Schild dazu bekennen zu müssen. Ich lasse Leute wie Dich immer gern erst auflaufen und erkläre mich dann bei Bedarf. Macht viel mehr Spaß.
> dann hast Du Dich ja hier geoutet. Und jemand der in
> diesem System gelebt hat und es ja voll mitbekommen hat (nicht
> als Kind oder Jugendlicher), der sollte nicht so einen Stuß
> reden und die Täter permanent verteidigen!
Ich habe hier noch keinen Täter verteidigt. Und was ich von der Stasi halte, sollte eigentlich so langsam auch Dir klar geworden sein.
Aber wie ich schon mal schrieb, mag es durchaus ein Vorteil sein, in beiden Systemen gelebt zu haben. Das erweitert den Horizont ungemein und macht vielleicht besonders wachsam, wenn eine Demokratie beginnt, wieder in Richtung Diktatur abzugleiten. Ich will nicht das Bild vom satten, selbstzufriedenen Wessi kultivieren, der meint, die Welt im eigenen Lande wäre immer noch so heile, wie zu Zeiten des rheinischen Sozialstaats. Aber manchmal scheint mir auch da ein Körnchen Wahrheit drin zu sein.
Eigentlich sollte man nach unzähligen gebrochenen Wahlversprechen doch so langsam merken, dass man Parteien nicht nach ihren Worten, sondern nach ihren Taten beurteilen sollte. Natürlich gilt das auch für die Linkspartei. Sicher gibt es da genauso Querelen zwischen den einzelnen Strömungen wie bei anderen Parteien - besonders da es sich um eine relativ neue Partei handelt, die ja noch nicht mal ein ausformuliertes Programm hat, woraus Du meintest Honig saugen zu können.
Aber mach Dir keine Sorge. Die meisten Menschen (Dich eingeschlossen) wissen, für welche Positionen die Linke steht - dafür sind die Eckpunkte mehr als ausreichend. Ein langes Parteiprogramm liest sich eh kein Wähler durch.
Stell Dir einfach bei JEDER Entscheidung einer Partei oder Regierung die Frage "Cui bono!"
Dann wird sehr schnell klar, WESSEN Interessenvertreter die jeweilige Partei ist.
> Auch mal von der Logik her: warum gingen denn 1989 Millionen
> Menschen auf die Straße und demonstrierten für Freiheit und
> auch gegen die Stasi? Bestimmt nicht, weil alles so toll war
> und die Stasi so harmlos und nett, wie Du sie uns hier
> verkaufen willst.
Du bist wieder mal auf dem falschen Dampfer...
> Ich denke Du jammerst hier alten Privilegien hinterher, die Du
> Dir auf Kosten anderer erarbeitet hast oder die Dir
> entsprechende Leute damals verschafft haben,
Ganz bestimmt...
> deswegen Deine
> nicht mehr zu übersehende Sympathie mit den Leuten und den
> Schergen und Politikern von damals,
Keine Sympathie, sondern Verständnis - und auch das nur bei eher Wenigen, weil ich im Gegensatz zu Dir durch eigene Kenntnis der Verhältnisse vielleicht gewisse Zusammenhänge eher einordnen und bewerten kann.
Du solltest Dir vielleicht wirklich mal ernsthaft die Frage stellen, warum gerade im Osten, wo die Älteren sich durchaus noch an DDR-Verhältnisse erinnern können, die Linke solch einen Zuspruch hat - und sie möglichst NICHT durch überhebliches "dumme Lämmer" zu beantworten suchen.
Viele Ossis sind immer wieder erstaunt, wie beschränkt der Wählhorizont vieler Wähler ist, die abwechselnd nur die Parteien wählen, von denen sie schon mehrfach besch... wurden.
Diesmal verar... uns Schwarz-Geld, dann wählen wir das nächste mal SPD. Die macht dann in "bester" Schröder-Tradition nichts anderes, woraufhin man sich beim übernächsten mal dann erbost wieder der Union zuwendet und so weiter und so fort.
Inzwischen schätze ich ja schon Nichtwähler weitaus höher ein, die haben wenigstens eine nachvollziehbare Konsequenz gezogen.