Benutzer Mett schrieb:
> > Genau so funktioniert eine Lecküberwachung, wie groß die
> > Abschnitte sind kann ich dir wirklich nicht sagen, das spielt
> > in diesem Zusammenhang und die Funktionsweise aber nun wirklich
> > keine Rolle.
> > Nachtrag:
> In diesem Dokument
> http://www.bundesnetzagentur.de/
media/archive/265.pdf wird auf
> Seite 37 beschrieben, dass druckluftgefüllte Kauptkabel nur
> dazu eingesetzt werden, das Kabel gegen Absaufen, also
> eindringende Flüssigkeit zu schützen und nicht, um den Standort
> der Beschädigung zu bestimmen. Bzw. durch entweichende
> Druckluft festgestellt wird, dass das Kabel beschädigt ist.
> Dazu muss aber immer noch die schadhafte Stelle gefunden
> werden. Nehmen wir also an, dass das Kabel in mehrere
> Überwachungssektoren unterteil ist: Wie kommt die Luft in diese
> Sektoren? Die Sektoren sind also miteinander verbunden, um alle
> befüllen zu können. Wie kann man dann feststellen, wo die
> Beschädigung ist, wenn im gesamten Kabel der Druck abfällt?
>
> Kann mir einer plausibel erklären, wie das gehen soll?
>
Je nach (Rest-)Druck in der Leitung und Größe der Leckstelle könnte die Schadstelle durch Abfahren der Kabelstrecke mit einem rollenden Sonargerät festgestellt werden, weil ähnlich wie Flöten, gedackte Pfeifen etc. an solchen Löchern Schallwellen, teilweise bis in den Ultraschallbereich, erzeugt werden. Derartiges ist bei Wasserleitungen üblich.
Desweiteren können - auch ohne dass hierzu der Hüllschlauch segmentiert sein müsste - in regelmässigen Abständen Druckmanometer zur permanenten Anzeige angebracht werden.
Werden nun die Druckwerte dieser "remote" angebrachten Druckmesser per Telemetrie an zentraler Stelle versammelt, kann ein Druckgradientenprofil gezeichnet und mit graphischen Methoden die Stelle des wahrscheinlichen Druckminimums aufgefunden werden; man wird höchstwahrscheinlich von 2 Seiten einen Druckabfall sehen der von beiden Seiten "zur Schadstelle hin abschüssig" ist. Dabei ist der Druckabfall auch an weiter entfernt gelegenen Messstellen sichtbar jedoch weniger stark. Aber gerade auch die zusätzlichen in die Rechnung einbezogenen Messstellen liefern verbesserte Genauigkeit der Ortung.
Es ist schon länger her dass ich darüber gelesen habe; meine Darstellung ist wahrscheinlich nicht vollkommen.
Nachtrag: Wie kommt der Druck in die Leitungen, fragtest du. Dazu gibt es natürlich Einspeisestellen bzw. "Druckhaltestationen" (mir fällt das richtige Wort nicht ein.) Also sowas wie eine Kombination aus Kompressor, Vorratskessel, Manometer, Magnetventil und Steuerlogik. Diese Dinger dürften aber in geringerer Zahl bereitstehen als o.g. Messmanometer.