Hi,
Benutzer spaghettimonster schrieb:
> Wobei nicht einsichtig ist, weshalb dort ausgerechnet von der
> Telekom eine Aufrüstung von Fixed-rate-DSL erwartet wird,
> während die Wettbewerber noch nicht mal das anbieten.
Einen Kollokationsausbau in Mini-Ortsnetzen mit deutlich weniger als 3.000 Teilnehmern - von denen es Tausende in Deutschland gibt- ist leider angesichts der Rahmenbedingungen (teure GF-Anbindung, da die Wettbewerber jwd. in aller Regel über kein engmaschiges LWL-Netz verfügen, geringe Zugangsnetzdichte, die große Mehrzahl der Kunden sitzt in aktuellen Telekom-C&S-Verträgen mit 2 Jahren MVLZ fest) nicht einmal mittelfristig sonderlich realisitisch.
Allenfalls die zunehmende Sättigung des Breitband-Markts in Ballungsgebieten, wo Kunden zunehmend nur noch im Verdrängungswettbewerb mit anderen Anbietern gewonnen werden können, könnte den Rollout noch weiter vorantreiben - aber auch dann wohl kaum in die Nähe von 90% Haushaltsabdeckung, allenfalls 80% o.ä.
Einem weiteren Rollout entgegen wirkt der von der Telekom angekündigte Netzumbau mit Teilnehmerschaltungen in MFGs an KVz-Standorten anstelle der HVt-Kollokationsstandorte, die eingemottet werden sollen - langfristige Rentabilitätsrechnungen sind in diesem Zusammenhang nicht mehr zuverlässig aufstellbar.
Die BNetzA hat sich leider im Bitstream-Verfahren nicht an die von ihr selbst mitgetragenen einheitlichen ERG-Standpunkte bzgl. Bitstream gehalten und keinen Zugriff der Bitstream-Anbieter auf die DSLAM-Profile verfügt, wie er von den Wettbewerbern explizit gefordert wurde.
Dass Bitstream-Anbieter trotz technischer Verfügbarkeit von ADSL2+-Ports diese ausschliesslich gemäß Telekom-Endkunden-Schaltrichtlinien für Leitungen mit > 18db KO-Dämpfung einsetzen dürfen, war eine krasse Fehlentscheidung der BNetzA.
In der Form, in der Bitstream durch die BNetzA reguliert wurde, ist es nichts anderes als T-DSL-Resale-Reloaded mit dem einzigen Vorteil der Standalone-Variante
http://tinyurl.com/ergbitstream
http://tinyurl.com/wikbitstream
S.53 (Seitenbez.) bzw. 63 (PDF-Seitenzähler)
In der Quell kann i.ü. auch sehr schön mehrfach -mit mehreren unterschiedlichen Quellenangaben- nachgelesen werden, dass in Deutschland im europäischen Vergleich der Anteil langer Teilnehmeranschlussleitungen besonders hoch ist, wodurch die Beschränkung auf Annex B bei der ADSL-Schaltung umso unverständlicher ist und erst ihre volle negative Wirkung in dem bekannten Ausmass entfaltet.
So long.
fruli