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Forum zu:  Die richtige Kabelinfrastruktur für den Neubau
Neubau: Die richtige Telefon- und TV-Verkabelung
Die richtige Kabelinfrastruktur für den Neubau
Thread:  Keiner kann vorhersehen, was kommt - Erfahrungsbericht
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Beitrag:  21 von 24  [ < ][ > ]
Name:  steffenw
Datum / Zeit:  03.06.2010 17:07
 

Beitrag:
Ich habe viele Jahre in einer Telekommunikationsfirma gearbeitet und das Drama der falschen Kabel oft erlebt - zu dick - zu dünn - eingeputzt und kaputt.

Dann habe ich selbt ein Haus gebaut.

Man darf beim Planen auch nicht vergessen, dass es über die Zeit Nutzungswechsel gibt.

Antennenkabel und Datenkabel dürfen nicht eingeputzt werden. Einmal, weil die Adern im Kabel nicht frei beweglich sind und Mauerwerk arbeitet. (Elektrokabel haben da diese talgische Masse außen herum.)
Und andererseits, weil Antennenkabel mittelfristig verschleißen und Telefon-/Datenkabel technologisch schnell altern.

Das heißt, Schwachstromkabel müssen in Rohr verlegt werden, wenn sie in die Wand kommen. Und wenn man Rohr legt, dann müssen diese zugfähig sein. Einen Zugdraht braucht man nicht, mehr dazu später.

Also nimmt man ein 16er Riffelrohr, das passt noch in die Schalterdosen - die tiefen nehmen und ja nicht zu kleine Radien biegen. (Vollkreisdurchmesser min. 20 cm) Das andere Ende geht dann in Technikräume, Abstellkammern, Heizungsräume oder sonstige "unschöne" Räume. Hat man die nicht, setzt man einfach einen leeren Unterputzzählerkasten für 2 Zählerplätze, da passen auch Switche/Router o.ä. hinein. Dort enden dann diese Rohre.
Werden die Rohre zu lang, setzt man zwischedurch Fädelkästen, die sind so 15 cm x 15 cm oder größer.

Diese unschönen Räume verbindet man dann mit dicken Rohren, so dick wie es irgendwie geht, z.B. 60 Riffelrohre. Die sind dann richtig teuer, da gehen aber auch HT-Rohre, aber nie Bögen größer als 45° einsetzen und auf keinen Fall Abzweige machen, dann immer Kästen setzen, wo man wieder mal herankommt.

Im Trockenbau müssen die Riffelrohre ummantelt sein, fassen sich so gummiartig an, sonst zerbrechen sie beim Einziehen oder werden nur lang, wenn man Kabel einzieht und kommt nicht durch. Diese Rohre kosten schon etwas mehr.

Kabel zieht man dann so ein, wie man sie braucht. So braucht man auch nur ganz wenig Kabel kaufen. Wenn etwas hinzukommt erweitert man einfach.

Die billigste Variante Kabel einzuziehren ist die:
- Bauschnur kaufen
- einen reissfesten Folienstreifen ca. 15 mm x 20 cm zuschneiden (Gefriertüte)
- diesen am Ende der Schnur festbinden
- den Folienstreifen am Ende der Schalterdose in das Rohr stecken.
- An der anderen Seite (heraushängendes Rohr in Rangierkasten o.ä.) den Staubsauger ansetzen und die Bauschnur einfädeln.
- mit dieser das Kabel einziehen
Immer nur 1 Kabel zu einer Schalterdose ziehen. Die doppelten Kat.5 Kabel meiden, könnten zu dick sein und das Rohr beschädigen. Außerdem sind sie nicht rund und verhalten sich an den Kurven im Rohr eher störrig.

Reine Funkvarianten sind oft teuer.

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· Keiner kann vorhersehen, was kommt - ... steffenw 03.06.2010 17:07

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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2013-03 Erwachsene ab 14 Jahre