Benutzer arndt1972 schrieb:
> http://www.ftd.de/politik/deutschland/:brandenburg-linke-muss-w
> ahlversprechen-brechen/50024491.html
Jaja, die üblichen marktschreierischen Überschriften fürs einfache Volk.
Wenn man den Artikel liest, steht als einziges "Versprechen" die Zusage der Linken an die Polizei, den Stellenabbau nicht zu unterstützen. Gleich darauf wird der Abbau auch schon wieder relativiert: "Wie weit die Linkspartei bei den anstehenden Kürzungen gehen kann und will, lässt sie offen." Also nichts mit endgültigem Einknicken.
Und das die Linke auch schmerzhafte Einsaprungen mitträgt, zeigt sie doch erfolgreich in Berlin. Denn Du erinnerst Dich: Die Paradiesversprechen dichten immer nur die anderen der Linken an.
> http://www.tagesspiegel.de/berlin/Brandenburg-Landtagswahl-Rot-
> Rot-Linke-Energiepolitik-Lausitz;art128,2926999
Warten wir's ab. Die Verhandlungen sind ja offensichtlich noch nicht abgeschlossen.
Und dass man nie seine Forderungen 1:1 umsetzen kann, ist ja nun auch nichts Neues.
Wenn allerdings in der Mehrheit der wichtigen Punkte das Gegenteil rauskäme, hätte ich auch wenig Verständnis dafür.
Im allerschlimmsten Fall, wäre die Linkspartei dann auf dem Niveau der Etablierten angekommen. Im Gegensatz zu denen würde ich das aber den Linken übel nehmen, da ich damit bisher nur bei den anderen rechnen musste.
Denn wenn die Linke in meinen Augen auch nur zum kleinsten Übel wird, wäre es langsam Zeit für eine neue Interessenvertretung. Aber soweit sind wir noch lange nicht.
Da wir die Berichterstattung der Medien über die Linke kennen, wissen wir, dass alles nur halb so dramatisch ist - eher noch weniger - als immer aufgebauscht wird.
Und ehrlich gesagt, habe ich keine große Lust, die ganzen Medienmeldungen mit dem Brandenburger Wahlprogramm der Linken abzugleichen. Wenn in der Substanz wirklich ein erhebliches Abweichen zu versprochenen Positionen ergeben sollte, werden wir das früh genug erfahren. Wenn ich andererseits in Deinem ersten Link von so viel Harmonie lese "Über die Themen Bildung, Wissenschaft und Kultur wird man kaum streiten.", kann es mit dem Brechen der Versprechen nicht weit her sein.
Schließlich hat (für mich überraschend) sogar Platzeck zu Beginn(!) der Verhandlungen bereits durchblicken lassen, dass er viele Gemeinamkeiten sieht.
Du bleibst bei Deinem Glauben jeder hochgepuschten Meldung, ich bei der erfahrungsgemäß angebrachten Skepsis denen gegenüber.