Diskussionsforum
  • 26.11.2010 19:22
    UlFie schreibt
    Was ich auch nach dem Lesen des Artikels (und der anderen zwei Vergleichsartikel, die die Teltarif-Suche bei Eingabe von NGN ausspuckt) nicht klar verstehe: Nutzt NGN einfach nur das, was normalerweise für DSL genutzt wird (also Datenübertragung im Frequenzbereich ab 138kHz auf der 2-Draht-Leitung), so daß ich bei einem DSL-NGN-Anschluß effektiv einen Teil der DSL-Bandbreite verliere? Oder wird der gesamte Frequenzbereich (also auch der vom ISDN bis 80kHz) zu einem "breitbandigeren DSL" zusammengeschaltet, von dem man dann durchaus was für Telefon/ISDN-Emulation abgeben könnte, ohne bei der DSL-Bandbreite Verlust zu machen? Oder gilt hier "kommt darauf an" (worauf eigentlich?)? Könnte man (beim zweiten Ansatz) womöglich noch Gewinn machen, solange nicht oder nur auf einem ISDN-Kanal telefoniert wird?

    Mein Problem ist, daß die Telekom bei der Verfügbarkeitsprüfung für ISDN+DSL gerade mal 768kbit/s beim DSL als möglich bezeichnet (das aber "DSL1000" nennt!), und wenn ein NGN-Anbieter davon noch was wegnähme, könnte man auf DSL wohl auch direkt verzichten. Wenn umgekehrt durch größeres Spektrum für einen NGN-Anschluß der DSL-Anschluß schneller würde, manchmal aber (bei Benutzung eines ISDN-Kanals oder vielleicht auch beider) ein wenig abgeben muß, wäre das wohl von Vorteil.

    Wie sieht es mit der Benutzung meines Routers mit eingebautem DSL-Modem (für ADSL1, wenn ich das richtig sehe) an einem solchen Anschluß aus? Ginge das, oder wäre ich zur Verwendung eines Spezialgeräts des Anbieters verdammt? Einen Splitter, der einfach Frequenzen filtert, gibt es bei NGN ja wohl nicht.
  • 26.11.2010 19:40
    einmal geändert am 26.11.2010 19:41
    rotella antwortet auf UlFie
    Benutzer UlFie schrieb:
    > Nutzt NGN einfach nur das, was
    > normalerweise für DSL genutzt wird (also Datenübertragung im
    > Frequenzbereich ab 138kHz auf der 2-Draht-Leitung), so daß ich
    > bei einem DSL-NGN-Anschluß effektiv einen Teil der
    > DSL-Bandbreite verliere?

    Genau so!
    Bei deiner geringen Bandbreite scheidet VoIP/NGN als sinnvolle Telefonielösung wohl aus.
  • 26.11.2010 22:35
    myselfme antwortet auf rotella
    ...es sei denn Du gehörst zu den (noch recht wenigen) Glücklichen, die über einen anderen Carrier (z.B. Vodafone, TDe, QSC etc) geschaltet werden können.
    Ob nun durch ratenadaptive Schaltung oder einen DSLAM etwas mehr in Deiner Nähe > wo die DTAG 768 sagt, können manchmal auch 3000 oder mehr drin sein. So wie übrigens auch bei den Stadtnetz- , bzw Kabelfernsehanbietern.
    Das Dumme ist nur, dass man an diese Infos nur eher schwer herankommt, am Wenigsten bei der Telekom.
  • 27.11.2010 12:44
    spunk_ antwortet auf rotella
    Benutzer rotella schrieb:

    > Bei deiner geringen Bandbreite scheidet VoIP/NGN als sinnvolle
    > Telefonielösung wohl aus.

    pauschal stimmt diese Aussage absolut nicht (obwohl pauschale Aussagen ganz pauschal sowieso kritisch sind)


    vor sehr vielen Jahren wollte die Telekom hier am Anschluss auch nur das berühmte 768er schalten: damit war VoIP problemlos möglich. der Geschwindigkeitswerdegang war danach:
    - Telekom mit 1000er-Tarif und später den 2000erTarif
    - Leitungstechnik über Arcor (nicht fix sondern variable Geshwindigkeit) anfang theoretisch bis ca. 9000er...
    vergangenes Jahr (noch imemr Techjnik von arcor) theoretisch bis ca. 12.000er.


    allerdings habe ich einen 6000er-tarif weswegen auf die Geschwindigkeit gedrosselt wird.
  • 27.11.2010 14:46
    myselfme antwortet auf spunk_
    @ spunk: Danke. Bist Du doch wenigstens ein Beweis für meine Thesen.
    Und mit 768er VoIP ist natürlich möglich; wichtig sind ja nur mindestens 90 kbit UP und 90 kbit DOWN (zumindest für den g726 codec, mit mehr Kompression ist auch VoIP auf ner 384er Ltg möglich.
    Allerdings mit leichten Einbußen bei der Gesprächsqualität und vielleicht einigen Probs beim downloaden oder gamen.
    Die nach wie vor größten Probleme mit VoIP sitzen aber immer noch im PC, der Wohnung des Nutzers und dem Nutzer selber (meterlange Kabel, Schutzsoftware bis zum Umfallen, Uralt-Firmware, falsche Telefone etc)
    Gruß,
    ein echter VoIP-Fan
    (begonnen 2001 mit DSL 768 bei der T-Com, dann 6000 bei freenet, jetzt 16000 über 1u1. Leider über Carrier DTAG, bei der Konkurrenz ginge das Eine oder Andere sicher noch besser...)
  • 27.11.2010 22:23
    rotella antwortet auf myselfme
    Benutzer myselfme schrieb:

    > Allerdings mit leichten Einbußen bei der Gesprächsqualität und
    > vielleicht einigen Probs beim downloaden oder gamen.

    Eben, der Flaschenhals ist der geringe Upload. Letztendlich bist du dann wieder da, wo du früher mit Analogmodem warst. Wenn du telefonieren willst, musst du aus "dem Internet" raus. (Etwas vereinfacht gesagt)
  • 28.11.2010 11:24
    myselfme antwortet auf rotella
    Nö, rotella, nicht ganz. Normales surfen läuft auch noch während jemand telefoniert. Nur das, was mit 768 ohnehin wenig Spaß bereitet (Online-TV, Gaming, ziehen von Raubkopien etc), dass löpt nich. Auch zwei Telefone auf einmal geht nicht.
    ERGO: Wer im Netz nach Infos sucht, nicht gerade dauerhaft telefoniert und nicht noch 3 Teenies mit soz Netzwerken versorgen muss, der kann mit 768 noch recht zufrieden sein. Haarig wirts aber bei 384 mit nur 64 kbit up (oft drüber !).