> Nun, man kann jeden Begriff für eigene Zwecke missbrauchen.
> Demnach wäre es auch grob fahrlässig, dass Geschäfte ihre Waren
> offen ausstellen und deren Inhaber analog zu deiner
> Rechtfertigungsarie selbst schuld, wenn Diebe sich ihr Eigentum
> aneignen. Wer Waren verkaufen will, aber nicht, dass sie
> geklaut werden, darf sie eben nicht anbieten.
Der gesunde Menschenverstand verhindert jedenfalls, das man seine Ware unbeaufsichtigt Tag und Nacht für jedermann zugänglich liegen läßt. Wenn man es dennoch tut, kann man sich den Weg zu seiner Diebstahlversicherung sparen. Damit hast Du endlich mein Argument verstanden.
> stellen? Es ist doch offenbar so, dass er das nur deswegen
> macht, weil er nur auf diese Weise mehr Popularität erreichen
> kann als über irgendeine Website, die kaum jemand kennt.
Deine Argumentation entspricht genau der der Musikindustrie. Wie auch immer, meiner Meinung nach sind viele Musiker nicht eigenständig genug und noch in altem Denken verhaftet. Man braucht keine Musikindustrie mehr. Ohne Plattenvertrag hat man bessere Chancen zu verdienen, weil da nicht noch jemand reichlich abschöpft für Pseudo-Leistungen.
> Und ist es doch klar, dass mit jeder geklauten Kopie ein
> Schaden entsteht, indem der Urheber eines Werkes um sein faires
> Entgelt betrogen wird
Nö, Schaden ist wenn einem real etwas verloren geht. Das man für jede Kopie Geld bekäme, ist nur ein Traum. Schau, jeder würde gerne einmal etwas herstellen um es dann beliebig oft verkaufen zu können. Leider ist das zu schön um wahr zu sein.
> Was du hier suggerierst, ist, dass es sich bei Raubkopien um
> Privatkopien handeln würde.
Nö, ich sag nur der Gesetzgeber hätte klar sagen sollen, kopieren ist erlaubt. Abspielen in den eigenen vier Wänden mit Freunden ist erlaubt. Lediglich Geschäftstreibende brauchen die Erlaubnis des Urhebers das Werk für ihre Zwecke zu verwenden.
Der Wunsch nach Geld für jede Kopie ist ein Geschäftsmodell. Es funktioniert nicht, da heute jeder kopieren kann. Die Lösung, jeden der kopiert zu kriminalisieren und mit Ausdrücken wie Pirat, Räuber und anderes (wie scheinheiliges schweinchen) zu belegen ist aus gesellschaftlicher Sicht abzulehnen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich der gesunde Menschenverstand auch an dieser Stelle durchsetzen wird. Man kann mit Musik auch anders Geld verdienen.