Benutzer jofi schrieb:
> Es gibt keine Raubkopierer oder Internetpiraten. Durch die
> technologische Weiterentwicklung funktioniert das
> Geschäftsmodell der Musik- und Filmindustrie nicht mehr. Da
> helfen letztlich auch keine Diffamierungen.
Selbstverständlich gibt es "Raubkopierer" oder "Internetpiraten". Was hat diese Tatsache damit zu tun, dass das Geschäftsmodell der M/F-Industrie nicht mehr (so gut) funktioniert?
Und wieso "Diffamierungen"? Wer urheberrechtlich geschützte Werke unentgeltlich aus dem Netz lädt, der hat einen Urheberrechtsverletzung und somit eine Straftat begangen. Punkt aus. Es gab diesbezüglich mal ein nettes c't-Editorial mit dem Titel "Scheinheilige Schweinchen".
> Denn Tatsache ist, das das Kopieren von Daten eine wesentliche
> Grundfunktion von Computern ist. Bei der Verbreitung von
> Computern heute und deren Zusammenschluß genannt Internet gilt
> ganz einfach folgendes:
Ja und? Was ist das denn für ein dämliches Argument? Niemand wird dazu gezwungen, urheberrechtlich geschützte Werke zu kopieren - das ist einzig eine Willensentscheidung, der Computer macht das nicht von selbst mangels Bewusstsein.
> Wer nicht will, das sein wertvoller Schaiß kopiert wird, der
> darf ihn eben nicht selbstätig digitalisieren und unter die
> Leute bringen. Das ist nämlich so, als würde man die Autotür
> weit offen stehen lassen, den Schlüssel einstecken, den Motor
> an stellen und dann fortgehen. Anschließend beschwert man
> sich, das ein böser Raubpirat das Auto gestohlen hat und will > hundert tausend, ach was warum nicht gleich ein paar
> Millionen, Euro Schadensersatz kassieren.
Ebenfalls ein saudämliches Argument. Demnach könnte man sich auch ein Taxi nehmen, den Fahrer nach 2 Stunden Fahrt unter einem Vorwand warten lassen - und verschwinden, ohne ihm einen Cent gegeben zu haben. Analog deiner Ausrede muss man hier seinen wertvollen Dienst ja nicht anbieten.
> Also liebe Musikindustrie, es ist wirklich ganz einfach zu
> verhindern, das eure achso wertvolle Musik nicht kopiert wird.
> Behaltet sie für euch und laßt die Gesellschaft in Frieden!
Warum so sarkastisch? Wäre diese Musik nicht so "wertvoll", würde sie auch niemand hunderttausendfach runterladen. Also muss sie ja wertvoll sein.
Wie wärs mal mit etwas Selbstkritik, anstatt das schlechte Gewissen auf diese Weise zu rechtfertigen?
> Jedenfalls weiß ich auch nicht, was unsere Volksvertreter alles
> geraucht haben müssen, wenn sie annehmen, sie müßten sich darum
> kümmern, das veraltete Geschäftsmodelle der Musikverbreitung
> weiterhin funktionieren. Das ist so, als hätte man versucht,
> Autos zu verbieten, damit das Geschäftsmodell Hufschmied weiter
> so einträglich geblieben wäre, wie es zu Pferdezeiten
> vielleicht mal gewesen ist.
Du willst anderen vorschreiben, wie sie ihr Geschäft abwickeln? Nochmal: Wer ein Leistung in Anspruch oder ein Produkt haben möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass beides nicht immer kostenlos ist, selbst wenn prinzipiell die Möglichkeit besteht, beides kostenlos zu erhalten. Theoretisch kann man ja auch ins Kaufhaus gehen und klauen, schließlich ist es ziemlich veraltet, dass die Waren so offen rumstehen und geradezu dazu einladen, mitgenommen zu werden.
> Echte Musiker brauchen keine Musikindustrie, siehe jamendo.com.
Soso. Und wie viele Musiker von dieser Seite, von der ich nie hörte, sind wirklich erfolgreich?
> Um bekannt zu werden, können sie ihre selbstgemachte Musik
> einfach, schnell und zu marginalen Kosten übers Internet
> verbreiten. Vielleicht verdienen sie auch noch etwas Geld für
> Downloads oder Werbung auf ihrer Seite. Die wesentlichen
> Einnahmen werden, denke ich, durch Auftritte / Konzerte
> eingespielt werden. Musikindustrie zum mitkassieren nicht
> gebraucht.
Klar. Und wer keine Konzerte macht, ist selbst schuld, wenn er nicht besch***en wird, oder wie? Dein Gemotze hier ist eine einzige scheinheilige Ausrede, um ungesetzliches Verhalten zu rechtfertigen und den Buhmann auf andere abzuschieben.