Mobilcom-Chef Gerhard Schmid haelt es fuer moeglich, dass das Telefonieren und Internet-Surfen bald komplett ueber Werbeeinnahmen finanziert wird.
Sind Flat-Rates beim Internet-Zugang schon bald Schnee von gestern? In einem vielbeachteten Interview sagte der Chef des Telefon- und Internet-Providers Mobilcom, Gerhard Schmid, dass sich sein Unternehmen nach der milliardenteuren Versteigerung der UMTS- Lizenzen von allen bisher ueblichen Gebuehrenmodellen beim Telefonieren verabschieden werde.
Nach Ansicht von Schmid solle kuenftig nicht mehr der Telefonkunde bezahlen, sondern jene Firmen, die beispielsweise via Handy werben und dort ihre Waren und Dienstleistungen verkaufen wuerden. Das eigentliche Telefonieren, also die Uebertragung von Sprache, werde dabei mehr und mehr zur kaufmaennischen Nebensache.
Noch hat zwar weder Mobilcom noch irgendeiner der Wettbewerber dauerhaft Gratis-Telefonate angekuendigt, Schmid geht aber davon aus, dass sich der Verbraucher schon bald "wie im Schlaraffenland" fuehlen werde. Und am Ende der Preisspirale koenne dann tatsaechlich der Chat zum Nulltarif stehen.
Mobilcom hat in der vergangenen Woche fuer eine der sechs begehrten UMTS-Lizenzen in Deutschland 16 Milliarden Mark bezahlt. Schmid will nun 25 bis 28 Millionen Kunden in "sein" UMTS-Boot holen.
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