Benutzer Kai Petzke schrieb:
Hallo Kai,
erst einmal Zustimmung zu Deinen Ausführungen, die die Qualität und laufende Kosten für Mobilfunknetze der Dritt/Schwellenländer betreffen.
> Es ist ein bisschen, wie das bekannte Henne-Ei-Problem: So
> lange die meisten Telefonminuten über das Festnetz abgewickelt
> werden, müssen die fixen Kosten des Mobilfunknetzes auf wenige
> Mobilfunkminuten verteilt werden, die somit teuer sind. Steigt
> die Nutzung der Handynetze hingegen an, verteilen sich die
> Fixkosten auf mehr Minuten und der Preis kann sinken.
> Österreich ist da schon weiter. Deutschland - mit einem (für
> Telefonie, nicht Breitband!) der besten Festnetze weltweit und
> relativ preissensiblen Verbrauchern - hinkt da hinterher.
>
>
> Kai
Somit können Afrikaner und Inder in freudiger Erwartung von Tarifen weit unter 1 Cent/Min sein, wenn die Netzinfrastruktur und dessen Wartung im Anfangsstadium schon so billig sind.
Nun bleibt noch die offenen Frage, warum bei uns, z.B. T-Mobile,
einen bereinigten Gewinn vor Steuern von etwa 30% des Umsatzes hat und sogar in der Lage ist, das Ergebnis der Konzernmutter zu beschönigen.
Weiterhin möchte ich auf das Hickhack um die Interconnectiongebühren hinweisen, die zuerst so, dann wieder so und schließlich so festgesetzt wurden.
Alles wird bei der BnetzA anscheinend pi mal Daumen und in konspirativen Gesprächen mit den Netzbetreibern gemacht.
Wenn dann noch eine Rendite erzeugt wird, von der normale Unternehmen, die keine BnetzA als "Netz" haben, nur träumen können, hinterläßt dies bei mir eben diesen merkwürdigen Eindruck.
Gruß
Michelle