Der größte Anbieter in diesem Bereich sind die Deutschen Breitbanddienste (DBD), die mit ihren beiden Marken MAXXonair und DSLonair die digitale Kluft in der Gesellschaft schließen wollen. Doch ganz so einfach, wie es sich anhört, scheint es in der Praxis nicht zu laufen…
Erste Unregelmäßigkeiten
Im November letzten Jahres berichtete onlinekosten.de das erste Mal über Unregelmäßigkeiten bei der Zuverlässigkeit des Dienstes. Kunden des Unternehmens klagten vermehrt über schwache Bandbreiten, schwankende Ping-Zeiten und Störungen bei der Telefonie. Bei einer Rückfrage räumte ein Unternehmenssprecher ein temporäres Ressourcenproblem ein, versprach aber eine baldige Besserung: Letztendlich handele es sich lediglich um Einzelfälle, denen man nachgehen würde.
Lange Beschwerdelisten
Dann wurde es still bei den Deutschen Breitbanddiensten – während dutzende von Zuschriften betroffener Nutzer aus Halle, Dresden und Berlin weiterhin die Redaktion erreichten: "Mir wurde eine Gutschrift wegen der 'Netzausfälle' genehmigt. Es kann sich also nicht um ein nur mich betreffendes Problem handeln. Außer, ich habe ein Netz für mich alleine", wundert sich ein Kunde. Ein anderer verzweifelt an gleich zwei MAXXonair-Diensten: "Inzwischen sind wir – mit wenigen Ausnahmen – seit einem Monat telefonisch gar nicht mehr zu erreichen und ins Internet kommen wir auch nicht mehr. Unsere E-Mails können wir nur auf der Arbeit abrufen und alles Telefonische läuft nur noch übers Handy."
"Unterirdischer und unprofessioneller" Support
Aus Berlin wurden "starke Schwankungen und fast täglich Totalausfälle" gemeldet. Mancher Kunde berichtete von dem schwierigen Unterfangen, vom einmal geschlossenen Vertrag zurückzutreten. Gegenstand der Kritik war in vielen Fällen auch der Support, dessen Qualität mal nüchtern als "reaktionslos", mal als "miserabel" und mal deutlicher als "unterirdisch und unprofessionell" beschrieben wurde. Die Redaktion von onlinekosten.de unterrichtete die Deutschen Breitbanddienste regelmäßig über die teils gravierenden Beschwerden der Kunden und bat um eine Stellungnahme. Eine Bitte, der mit dem Hinweis auf eine Berichterstattung erst nach einigen Monaten (!!!) nachgegeben wurde.
Nach über 4,5 Monaten bezieht DBD nun Stellung zu den Problemen vom 9.11.2007: Wie so oft handelt es sich natürlich nur um Einzelfälle und in der Regel ist der Kunde auch selbst schuld: "Häufigste Ursache für gestörte Verbindungen sind ein verstelltes Passwort, falsch eingesteckte Kabel, eine Änderung des Modemstandorts oder falsch konfigurierte PCs", verteidigt sich das Unternehmen" [www.onlinekoste.de]