Semacode basiert auf den Standard Data Matrix 2D Barcodes (ISO/IEC 16022), die ihr genausogut als Brieffreimachung der Deutschen Post wiederfindet. Worum sich Semacode eigentlich kümmert, dass die ausgelesenen Symbole mit weiteren Informationen (sprich dem Web) verknüpft werden können. Im Prinzip kann Semacode genausogut auf anderen 2D Barcodes aufbauen, einschließlich BeeTags, wenn das gelesene Tag irgendwie auf ASCII umgebaut werden kann.
Insofern gilt, wenn die BeeTags wie beschrieben soviel bessere Erkennungsrate haben, dann taugen sie bestens für Logistikprozesse. Die 2D Barcodes konnten sich da nämlich kaum durchsetzen, da sie im Gegensatz zu herkömmlichen Barcodes schwer einzulesen waren (abhängig von Entfernung, Winkel, etc). Stattdessen verbreiten sich passive RFID-Tags, deren Handling einfach schneller ist, obwohl sie regelmäßig genausoviele Symbole enthalten wie ein 2D Barcode-Tag.
Wenn man beide Infos mal zusammenfügt, dann sind die Handy BeeTags schicke heisse Luft, um im Zuge der aktuellen Mode ihre Barcodes einer größeren Bekanntheit zuzuführen. Da kann man nur sagen, ist geglückt. Auch wenn es sich nicht auf Plakaten durchsetzen sollte (wie wohl die Lizenzmodelle aussehen?), vielleicht findet man die Dinger ja bald woanders.
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