La Fonera: Subventionierter WLAN-Router wurde gehackt Sicherheitslücke macht Zweckentfremdung möglich
Mit La Fonera stellt der WLAN-Anbieter Fon im Rahmen einer zeitlich begrenzten Aktion einen WLAN-DSL-Router kostenlos gegen das Versprechen zur Verfügung, Dritten die eigene DSL-Leitung zur Nutzung mit anzubieten, um damit letztlich den Telekom-Hotspots Konkurrenz zu machen. Zwei deutsche Studenten haben es nun geschafft, den La Fonera zu hacken - kurz vor der Verlängerung der Fon-Aktion bis zum 8. November 2006. Anders als bei den vorherigen WLAN-DSL-Routern mit leichter austauschbarer, Fon-spezifischer Firmware ist La Fonera ein besser gesichertes System. Fon will damit sicherstellen, dass die subventioniert angebotenen Geräte schwerer umzuprogrammieren sind. Fon hofft, damit denjenigen das Handwerk zu legen, die zwar von dem günstigen Hardwarepreis profitieren, aber nicht Teil des Fon-Netzes werden wollen - und deshalb ihr abgegebenes Versprechen brechen.
Den beiden Neugierigen ist es nun allerdings gelungen, eine Schwachstelle im Sicherheitskonzept von La Fonera zu finden und ohne Hardware-Bastelei nur per SSH-Verbindung neu zu konfigurieren. Ein kleines Perl-Script soll es ermöglichen, jeden Shell-Code auszuführen - und Fon auch daran zu hindern, ungewünschte Updates für den OpenWRT-basierten La Fonera einzuspielen. Die Anleitung findet sich im Blog von Stefan Tomanek, einem der beiden Studenten.
Im Oktober 2006 hatte Fon bereits den Quellcode für seine bisher angebotenen WLAN-DSL-Router veröffentlicht, um die Fon-Gemeinschaft einzubeziehen. Damit hoffen die Betreiber, die Fon-Nutzung auch dauerhaft attraktiver zu machen. Manche Zeitgenossen sind allerdings nur daran interessiert, die Hardware günstig bis kostenlos zu erhalten und sie dann entgegen der eindeutigen Abmachung mit Fon anderweitig zu nutzen, anstatt das Fon-Netz zu erweitern.
http://www.golem.de/0611/48767.html
Über die rechtlichen Konsequenzen des Betreibens eines offenen WLAN, sollte sich also jeder Fonero im vornherein im Klaren sein, denn nicht immer ist Geiz geil.