Sehr geehrter Herr Petzke, mit Kritik an Ihren Editorials halte ich mich immer sehr zurück. Mag sein, ein Thema interessiert mich nicht sonderlich - dann muß ich Ihr Editorial dazu ja nicht lesen.
Aber diesmal scheint mir denn doch Ihre Sichtweise sehr stark eingeschränkt; vielleicht bewerten Sie die Situation zu stark nach dem Werbebanner-Buchungen bei Teltarif, die vermutlich aus dem Mobilfunk-Markt höher ausfallen als aus dem Festnetz-Markt? Ich unterstelle, in Ihrem Editorial ist Wunschdenken der Vater Ihrer Gedanken.
Unbestritten und seit Jahren durch die Praxis unter Beweis gestellt, geht der Ausbau der Mobilfunk-Netze in z.B. afrikanischen Ländern mit großer Geschwindigkeit voran und der Ausbau des Festnetzes wird nicht sonderlich forciert. Die finanziellen Gründe liegen auf der Hand.
In unserer westlichen Industriegesellschaft ist das anders. Hier bestehen die Festnetz-Telefonnetze bereits.
Herr Petzke, Sie wagen eine mutige Prophezeiung: 'In zehn bis zwanzig Jahren wird ein Festnetzanschluss somit zum Luxusgut.'
Ich biete Ihnen eine Wette an und behaupte: In 10 Jahren wird sich an der Situation im Festnetz-Markt nichts derartiges entwicklen, was zu Ihren Schlußfolgerungen führt. Die Festnetz-Telefonie wird kein Luxusgut werden. Sie wird kostengünstiger werden.
Darauf wette ich eine Spende von 500,-- EUR für einen gemeinsam ausgesuchten Sozialen Zweck. Stichtag soll sein der 22.1.2016.
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Georg Kraus
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