So, das ist nun meine letzte Antwort für heute :-)
Benutzer GKr schrieb:
> Doch, es bringt im etwas: im Erfolgsfall eine Arbeitsstelle.
> Und nur deshalb macht er sich ja die Mühe und Kosten.
Nun, ich gehe hier nicht vom vermögenden Arbeitslosen aus, der es schafft, innerhalb von kurzer Zeit eine Arbeitsstelle zu bekommen sondern von einem Hartz4-Empfänger, der schon eine Weile arbeitslos ist.
Von 350 € im Monat dann mal auf die Schnelle 100 € für Bewerbungskosten abzuzweigen, fällt nicht gerade leicht.
Ich war damals, als ich arbeitslos wurde, bei einem Computer-Großhändler beschäftigt. Hatte einen Zeitvertrag.
1 Woche, bevor der auslief, sagte er plötzlich, er könne mich wegen des Konjunktureinbruchs nicht übernehmen, er schleppt mich schon 2 Monate durch, in denen kaum was los ist, ich hätte es ja selbst gemerkt. Er konnte es mir aber nicht eher sagen, da er gehofft hat, das es wieder wird und die Auftragslage wieder besser wird. Hatte mir damals grad ein neues Auto geholt und es war natürlich schlecht.
Hab dann innerhalb der ersten 2 Tage ca. 20 Bewerbungen verschickt.
Danach Blindbewerbungen an Computerunternehmen in den gelben Seiten etc.
Allerdings bin ich auch ein Mensch, der, wenn sich nix anderes findet, auch in den Supermarkt zum Regale einräumen geht.
Macht halt nicht jeder sowas.
> Ja, das Beispiel kam von mir.
> Als sinnvolle Hilfe für Arbeitslose:
> Kostenloser Zugang in z.B. Büchereien und Schwimmbäder.
> Ersteres dient der Bildung, zweiteres der Volksgesundheit.
Nun, ehrlich gesagt, kann man sich über den Sinn solcher Dinge streiten :-) Ich würde da Telefonkosten für aktive Bewerbungen besser finden.
> Glückwunsch.
> Sein eigenes Glück fest in die Hand nehmen und damit einmal
> über seinen eigenen Schatten springen. Das ist genau, was wir
> brauchen.
Ich wollte nie wieder Angestellter sein. Ganz ehrlich.
Bei der jetzigen Gesetzeslage?
Wieso soll ich in die gesetzliche RV einzahlen, wenn ich eh nix mehr im Alter rausbekomme? Wenn man das ganze Geld nimmt, sich privat versichert, hat man im Alter wesentlich mehr Rente und der Staat kanns nicht einfach für andere Dinge verwenden.
Außerdem motiviert selbständig sein ungemein, etwas zu tun. Jeder freie Tag ist dann ein Tag ohne Auftrag :-)
> Ich habe rd. 10 Jahre so eine Arbeit gehabt.
> Mal ehrlich: Hat doch auch seine angenehmen Seiten.
> Bist die meiste Zeit auf Dich allein gestellt. Niemand redet
> Dir groß rein. Du mußt Probleme lösen und so lange Du das
> schaffst, fragt Dich keiner groß, warum und wieso.
> 6 Jahre war ich im Software-Bereich für einen Anbieter im
> Ausland unterwegs und hatte immer meine Nikon dabei. Ich habe
> heute noch Fotos vom Rechner-Raum der London Times. Mit
> Fischauge aufgenommen :-) Und danach war ich noch 4 Jahre in
> NRW unterwegs und habe Vertrieb gelernt. Im Sommer hatte ich
> immer Schwimmzeug dabei. Habe 4 Tage die Woche meine Termine
> abgerissen und zwischendurch war ich irgendwo schwimmen. Schöne
> Zeit war das.
Ja, ich liebe meinen Job.
Ist halt auch viel Fahrerei. Aber man lernt immer nette Leute kennen, arbeitet mit Menschen und ich hab mein Hobby zum Beruf gemacht.
> :-)
> Nach 6 Jahren mit rd. 160 Übernachtungen im Jahr irgendwo im
> Ausland sagte meine Frau "Was ist Dir wichtiger? Deine Karriere
> oder Deine Familie?" War keine wirkliche Frage.
Nun, die Frage stellt sich bei mir nicht.
Mein hat dafür Verständnis. Arbeit ist nunmal Arbeit.
Nur eben nicht am Wochenende.
> Das mache ich (reine Gewohnheit) immer sonntagsabends. Bereite
> meine nächste Woche vor, Termine etc.
Ich lieber Samstags vor dem Mittagessen.
Kann ich den Rest des Samstags und den Sonntag ohne Gedanken an die Arbeit geniessen.
Und Sonntags kann bei mir nichts mehr kommen, was nicht auch schon Samstags bekannt war.
So, aber nun gute Nacht.
Rüdiger