Benutzer garfield schrieb:
> Ich würde sagen, Du hast das Problem erkannt und wirst in
> Zukunft VOR dem Kauf darauf achten, welche Hardware Du Dir
> kaufst.
Nein. Ich achte beim Kauf von Hard- *und* Software darauf. Genauer gesagt: ich suche mir genau die Kombination aus Hard- und Software aus, die meinen persönlichen Bedürfnissen am besten entspricht. Natürlich spielen auch andere Begleitumstände eine Rolle. Wenn z. B. schon Hardware vorhanden ist, die von Windows unterstützt wird (und welche Hardware wird das nicht?), dann installiere ich eben Windows und bin fortan bei der Hardwareauswahl kaum noch eingeschränkt.
> Mir passiert es z.B. auch nicht noch einmal, dass ich mir einen
> Scanner wie den Canon LiDE80 kaufe, der partout nicht unter
> Linux zum Laufen zu kriegen ist.
Schade, das ist ein prima Scanner. Du schließt also freiwillig gute Geräte aus deinen Kaufüberlegungen aus? Wenn du mit einer eingeschränkten Auswahl leben kannst, nur zu. Ich persönlich suche mir lieber die Hardware nach ihrer technischen Qualität aus, trage sie nach Hause, schließe sie an und benutze sie. Um Kompatibilitäten mache ich mir nur ungern Gedanken.
> > Möglicherweise darf sich der Linux-Neuling u. U. erst einmal
> > andere Hardware anschaffen, was die Kostenfreiheit von Linux
> > relativiert.
> Wie gerade gesagt. Den Fehler macht man eben nur einmal.
Den Fehler, sich auf eine u. U. nicht 100%ig geeignete Hardware beschränken zu müssen, macht man auch nur einmal. Beispielsweise werden HP-Drucker von Linux recht gut unterstützt. Ich will aber keinen HP-Drucker, weil ich mit deren mechanischer Qualität schon schlechte Erfahrungen gemacht habe. Genau deshalb habe ich einen Canon-Drucker und ein dazu passendes OS. Wer sich dagegen gerne mit Schwächen beim Papiereinzug und exorbitant teuren Farbpatronen herumschlägt, möge sich einen HP-Drucker kaufen und diesen unter Linux betreiben.
> > Fazit: ein Betriebssystem ist nicht immer kostenlos, wenn man
> > auch die Folgekosten mit einkalkuliert.
> Oder sich eben vor dem Kauf informiert ;-)
Ich informiere mich. Im Falle eines Scanners z. B. über die Auflösung, die Farbtiefe, die Scangeschwindigkeit und die Scanqualität (also über alles, worauf es ankommt). Bei einem WLAN-Stick interessiert mich die erzielbare Bandbreite und die Reichweite. Nachdem ich das Gerät gefunden habe, das meine Anforderungen am besten erfüllt, kaufe ich es, schließe es an meinen PC an und bin glücklich. Und das bin ich in der Regel, denn es gibt so gut wie keine Hardware, die von Windows nicht unterstützt wird. Wenn es wider Erwarten doch Kompatibilitätsprobleme geben sollte, fliegt als erstes das OS von der Platte, denn das ist meist billiger als die Hardware. Die Wahrscheinlichkeit, dass das mit Linux passiert, ist aber weit größer als die, dass Windows die Zusammenarbeit mit meiner Hardware verweigert.
Gruß
niknuk