Der Anwalt einer der Firmen die wohl am Einsatz von Kabel-X verdienen würden, beschwert sich also darüber, daß nix verdient wird :-)
Zur Technik: Bei Kabel-X wird im Prinzip in ein vorhandenes Kupferkabel eine Schmierflüssigkeit reingedrückt wodurch man dann den alten Inhalt (Kupferadern) herausziehen kann, um dann in den leeren Kabelhüllen Glasfasern reinzuziehen. Das geht laut Beschreibung über eine Strecke von 400 Metern, weshalb dafür alle 400m ein Loch gebuddelt und dast alte Kupferkabel erst mal aufgetrennt werden müsste.
Aber warum wird das nicht gemacht wenn das doch trotzdem günstiger ist als neu zu buddeln ?
Antwort: Es gibt quasi keine "unbenutzte komplett freie" Kupferkabel im Boden bei denen man das machen könnte. Auf den Kupferkabeln laufen nämlich schon die normalen Telefonanschlüsse.
Wenn man jetzt dieses Kupferkabel durch Glasfaser austauscht, dann fallen erst mal alle Telefonanschlüsse für die Bauzeit aus. Und im Verteilerkasten muss nicht nur VDSL Technik sondern auch noch zusätzlich Umsetzer für Telefon auf Glasfaser (OPAL, Hytas o.ä.) eingebaut werden. Denn nach dem Umbau gibt es dann ja kein durchgehendes Kupferkabel vom Kunden bis zur Vermittlungsstelle mehr !
Und damit kommen wir zum Hauptgrund warum das nicht gemacht werden "darf" !
Wenn es nach dem Umbau kein Kupferkabel mehr gibt, dann könnten für diese Anschlüsse auch keine Wettbewerber mehr eigene Anschlüsse anbieten. Die benötigen nämlich dafür eine durchgehende Kupfer-TAL vom Kunden bis zur Vermittlungsstelle.
Der Telekom könnte das dann eigentlich sehr recht sein. Nur noch eigenes VDSL möglich. Aber für den Wettbewerb wäre das fatal.
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