Benutzer Klaus Wegener schrieb:
>
> volle Zustimmung meiner Seite. Für mich bleibt UKW top. Ein
> guter UKW-Sender schafft locker 100 Kilometer Reichweite.
Na ja, durch die immer mehr werdenden Funzeln ist das in der Realität mittlerweile leider anders.
> Wie
> weit bringt es DAB? Kann man dann (Beispiel) in Düsseldorf und
> Frankfurt am Main noch SWR3 hören? Ich schätze, nicht.
DAB Rheinland-Pfalz habe ich gestern Abend auf der Fahrt aus dem Rhein-Neckar-Raum nach Osthessen bis etwas Hanau ohne Aussetzer gehört. Danach Streubereich und ich habe auf Bayern umgeschaltet, weil dort das gleiche lief (MDR info, in Rheinland-Pfalz über Cont.Ra, in Bayern über B5 aktuell) und Bayern halt dann störungsfrei läuft und ein störungsfreies DAB-Signal halt doch besser als UKW ist (dort hötte ich das gleiche Programm über hr Info hören können).
SWR3 in Frankfurt somit kein Problem, in Düsseldorf leider schon, weil Rheinland-Pfalz nach Norden einen Einzug hat (Niederlande oder Flandern nutzen den gleichen Kanal).
Gerade für den DLF bin ich froh, in Hessen DAB zur Verfügung zu haben. Die UKW-Funzeln versorgen zwar die jeweilige Stadt leidlich. Möchte ich aber auf längeren Strecken den DLF hören, so bleibt mir in guter Qualität nur die Langwelle 153 kHz oder - wegen der besseren NF von mir bevorzugt - DAB.
> Bei DAB
> ist man auf die Programme angewiesen, die einem die
> Landesmedienanstalten "diktieren" (also im jeweiligen
> Empfangsbereich ausgestrahlt werden).
Warum? Der "Overspill" ist zwar nicht ganz so groß wie auf UKW, aber er ist sehr wohl vorhanden. DAB Bayern hört man z.B. in gesamten Rhein-Main-Gebiet auf der A3 bis zum Wiesbadener Kreuz. Sachsen-Anhalt kommt auch in der Leipziger Innenstadt noch bestens und Bayern konnte ich Anfang August auch am Attersee in Oberösterreich noch sehr gut empfangen.
> Noch mal zum Thema RDS: den Deutschlandfunk kann man so von
> Flensburg bis zum Bodensee hören, und man muß nicht hinter
> jeder Bergkette manuell eine neue Frequenz suchen.
Falsch. In Norddeutschland hat der DLF eine recht gute UKW-Abdeckung. Weiter südlich gibt es aber deutliche Lücken. In Hessen hat Rimberg 91,3 MHz einiges gebracht, aber im Westen und Süden des Landes ist man z.B. nach wie vor auf DAB angewiesen.
> Bei DAB wird
> so eine Flächenversorgung wohl kaum möglich sein, zumindest
> nicht, so lange die DAB-Sender mit maximal 1 Kilowatt vor sich
> hin funzeln.
Das soll sich ändern :-)
> Wenn digital, dann DRM. Hier kann man auf Lang-, Mittel- und
> Kurzwelle mit nur einem Sender riesigen Flächen versorgen.
Voll unterschreib. Ich bin auch DRM-Fan.