Benutzer GKr schrieb:
> Die Entwicklung der Mobilcom AG ist ungemein spannend und
> stellt ein Lehrstück für die Wege des internationalen Kapitals
> dar. Vor allem hier in diesen TK-Foren, weil die Mobilcom AG
> seit Falls des Telekom-Monopols immer eine führende, oft gar
> eine Vorreiter-Rolle spielte.
>
> Mit dem Einstieg der TPG ist ja nicht zum ersten mal eine
> internationale Beteiligung Realität geworden. Zuvor besaß
> France Telecom maßgeblichen Einfluß.
>
> Was Mobilcom immer ausgezeichnet hat, ist der aggressive Stil,
> mit dem Firmenziele erreicht wurden oder werden sollten. Von
> daher emotionalisiert dieser Konzern. Und lange Jahre gab
> Gerhardt Schmidt dem Konzern sein Gesicht und hob so Mobilcom
> aus der Anonymität der Großkonzerne heraus.
>
> Neu ist jetzt, daß ein scheinbar Branchenfremder Einfluß nimmt.
> Ging es bei France Telekom noch um den TK-Markt, konzentriert
> sich TPG ohne Umwege auf das Wesentliche. Denn letztendlich
> ging und geht es doch auch den Telekommunikations-Konzernen um
> das wirtschaftliche Ergebnis. Niemand sieht dort eine andere
> Aufgabe als Wachstum.
>
> Also kann man sagen, daß es TPG allein um das Höchstmaß an
> Profit geht. Und allein deren Entscheidung der Frage, wie sie
> diesen Profit maximieren können, wird die Zukunft der Mobilcom
> AG bestimmen.
>
> Will man mittel- und langfristig Profite erwirtschaften und
> abschöpfen? Oder das schnelle Geld machen. Um das Geld in
> Bewegung zu halten, neu zu investieren, in andere Branchen
> andere Konzerne?
>
> Für mich wäre es sehr überraschend, wenn eines der führenden
> Equity Unternehmen der Welt etwas anderes zum Ziel hätte als
> eine maximale schnellstmögliche Gewinnabschöpfung.
>
> GKr
Die Teltarif-Überschrift:
"Großaktionär will keine mobilcom-Sonderdividende nach Fusion"
ist wohl eine Interpretation der Redaktion?
Im Text heißt es später:
"Der entsprechende Vorschlag (Ausschüttung einer Sonder-Dividende) muss vom mobilcom-freenet-Vorstand kommen".
Und das beschreibt die rechtliche Regelung eines solchen Beschlusses. Widerspricht aber keinesfalls der Vermutung, daß TPG dies als Hauptaktionär wünscht, sondern beschreibt nur korrekt das Prozedere für den Fall der Fälle.
GKr