Benutzer berndtschuster schrieb:
>
> Technik-Frage .. wodurch erreicht man solche Bandbreiten ?
Du meinst bestimmt Bitraten? Ganz einfach: Man nimmt ein besseres/effizienteres Modulationsverfahren, z.B. 256-QAM, ein paar freie breitbandigen Frequenzkanäle und bündelt diese schließlich. Ähnlich funktioniert heute WLAN mit 108 oder gar 216 Mbit/s. Natürlich handelt es hier um Brutto-Bitraten, was netto rauskommt, hängt davon ab, wie aufwendig die Fehlerkorrektur ist.
Damit das Ganze auch bei hohen Geschwindigkeiten und in urbanen Gebieten funktioniert, ist das OFDM-Verfahren (bekannt aus WLAN und DVB-T) z.Z. die erste Wahl. In Zukunft könnte man auch über Ultra-Wide-Band (UWB, vorgesehen für Wireless USB) nachdenken, allerdings gibt es hier noch ein paar (regulatorische) Probleme.
> Ich kann mir nicht vorstellen dass man von der Mathematischen
> Seite her noch viel erreicht - das wird doch sicher schon
> ausgereizt sein ?
Da irrst du dich. Mathematisch oder besser gesagt rechentechnisch ist viel mehr drin, problematisch sind aber der Stromverbrauch und die Größe. Schließlich handelt es sich hier um mobile Geräte.
> Wir doch auf höheren Bandbreitenbedarf in höchsten
> Frequenzbereichen herauslaufen so um 8 GHz Bereich und höher -
> viel grössere Zellradien als 800 Meter dürften dann aber nicht
> erlaubt sein ?
Hohe (Träger)Frequenzen sind nicht unbedingt nötig. Das Ganze könnte ja auch prima auf den alten C-Netz-Frequenzen funken (deutlich unter 1 GHz). Die Zellradien haben zwar auch mit der Frequenz zu tun, viel wichtiger ist aber hier die (erlaubte) Sendeleistung (besonders, wenn man sich für UWB entscheidet).
Gruß, roko