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Zitat: 'Weil die Mobilfunkanbieter diese Dilemma meist mit mehr Kapazität oder mehr Sendeleistung ausgleichen, bekommen die Handynutzer solche Störungen meistens nicht mit. Andererseits erhöhen sich durch den weiteren Ausbau auch die Verluste durch solche Störungen.'
Dieser Satz ist etwas unglücklich. Die Sendeleistung wird ganz sicher nicht erhöht, weil das die Störungen nur noch verschlimmert. Und das Wort 'Kapazität' ist ohne Erläuterung hier sinnlos, ebenso wie das Wort 'Verluste'.
Richtig ist, daß man mehr Basisstationen bauen muß, um die Netzkapazität zu erhöhen und Störungen zu vermeiden. Benachbarte BTS senden aber auf unterschiedlichen Frequenzkanälen und stören sich gegenseitig nicht. Das wäre höchstens der Fall, wenn man die Sendeleisung steigern würde, da in etwa 20 km Entfernung evtl. eine andere BTS den gleichen Frequenzkanal nutzt. Allerdings kann man das nicht beliebig weiterführen, denn dann würden sich die BTS wirklich gegenseitig stören. Für Hotspots alle 100 Meter a la WLAN und UMTS hat GSM nicht ausreichend Frequenzkanäle. Diese neue Technologie löst also höchstens das Problem der Kanal-Doppelbelegungen und unterdrückt etwas die daraus resultierenden Störungen, wodurch die BTS sich theoretisch etwas näher auf den Pelz rücken können. Praktisch müßte man aber die Mindestentfernung halbieren können, um diese Technologie in ein vorhandenes Netz integrieren zu können, denn die bisherigen BTS lassen sich wohl kaum versetzen. Doch das kann diese Technologie nicht, weshalb ich auch verstehe, daß die Netzbetreiber sie nicht anwenden. Außerdem müßten ALLE Handys das beherrschen - es ist ja inkompatibel. Und welcher Netzbetreiber möchte schon alles Kunden mit den bisherigen Handys vergaulen?!
Zitat: 'Das inzwischen patentierte Verfahren mit der Bezeichnung 'Single Antenna Interference Cancellation' (SAIC) kann in den Chip integriert werden, der auch die Handy-Software enthält.'
Auch unglücklich, der Satz. Ein Verfahren wird angewandt, die daraus entwickelte Software wird im Speicher (EEPROM) zusammen mit der 'Handysoftware' gespeichert. oder Ein Verfahren wird angewandt, um einen Chip (DSP) derart zu fertigen, daß er dieses Verfahren umsetzt. Das kann als reine Hardwarelösung oder per 'Chipfirmware' funktionieren, die aber nichts mit der 'Handysoftware' zu tun hat. Letzterer Weg scheint der hier gemeinte zu sein, wenn ich die Agenturmeldung richtig verstehe.
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