Mich hatte der Bericht auf teltarif ehrlicherweise etwas erstaunt, da doch die Zersprengung von Chromosomen bei höher energetischer gepulster Strahlung (weit über der gesetzlichen Grenze für Handys) und auch die Veränderung des Blutbildes bei Passivtelefonierer in bis zu 15 m Entfernung zum telefonierenden Handy bereits aus einigen Studien bekannt war. Weniger erstaunt war ich deshalb auch über die gestern in SpiegelTV gezeigte EU-Studie „Reflex“ (oder ähnliche Name) nach der die erbgutschädigende Wirkung der Handystrahlung (Teilung des Erbgutes) auch bei Strahlenwerten unterhalb des gesetzlichen SAR-Mindestwertes von Handys bestätigt wird. Solche Teilungen seien dem Experten im SpiegelTV-Bericht zufolge meist Ursache für Krebserkrankungen. Nach Zitat im Beitrag seien „mehrere europäische Arbeitsgruppen unabhängig voneinander“ zu dem Ergebnis der erbgutschädigenden Wirkung der zugelassenen Handystrahlung gekommen. Zudem wurde ein Experiment in Lund (Schweden) gezeigt, bei denen die zugelassene Handystrahlung auf lebende Mäuse eingestrahlt wurde und es zu signifikanten Öffnungen der Blut-Hirn-Schranken (mit Folge erhöhten Albuminaustritts an vielen Stellen) im Gehirn kam. Die notwendige Entfernung sei hier mindestens 1,80 m von der normalen Handyantenne um genug Strahlung für diese Änderung im Gehirn für diese Änderung aufzunehmen, so der Mitarbeiter. Natürlich wurden noch nicht lebende menschliche Gewebe- und Gehirnproben untersucht. Aber es zeigt meiner Meinung nach doch, dass die Entscheidung der Versicherer ökonomisch richtig war, im Sommer die Versicherung der Netzbetreiber gegen Strahlenschäden nicht zu übernehmen. Freilich ist die Studie noch nicht offiziell draußen und sicherlich gibt es andere Studien (wie WHO), die aber eben auch nur andere Forschungsinhalte besaßen. Allzuleichtsinnig wie sich manche Beiträge im Forum als Reaktion auf die teltarif-Meldung der WHO-Studie offenbaren (Handystrahlung sei keinesfalls gefährlich, Mastgegner seien nur Spinner etc.) sollte man also noch nicht sein. Um nicht weiter den Eindruck einer total ungefährlichen Handystrahlung zu belassen, weise ich deshalb bereits hier auf die EU-Studie aus dem SpiegelTV-Beitrag hin.
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