Benutzer CyberAndi schrieb:
> > was ist eine 'nationale'
> > Partei? Ich kenne in Deutschland keine 'internationale'
> > Partei, also sind alle Partein hier wohl 'national'
> Er meint Parteien, die antionale Interessen vertreten und sich
> zuerst um das Wohl des deutschen Volkes kümmern.
Tun das nicht alle Parteien gleichermaßen viel oder wenig? Im übrigen wird es mir etwas angst und bang, wenn sich hier Parteien um das 'Wohl des Volkes' kümmern sollen, das hatten wir schon zweimal in Deutschland. Im heutigen Deutschland 'wirken die Parteien bei der politischen Willensbildung mit' (so die Verfassung), und der erste Ansatz wäre mal ein Zurückdrängen der massiven Parteikräfte aus dem öffentlichen Leben - z.B. das Postengeschacher in Rudfunkanstalten etc. pp.
Was sind 'nationale Interessen'? Eine funktionierende EU ist ebenso 'nationales Interesse' wie ein funktionierendes 'inneres' Staatswesen. Das sehen manche Leute ganz anders und übersehen dabei, dass es Deutschland ohne EU 'geringfügig' schlechter ginge, weil wir anders als Norwegen keinen gigantischen Rohstoffschatz und anders als die Schweiz keine seit Jahrhunderten ungestört durch Kriege aufgebauten Vermögenswerte besitzen. Insofern verbieten sich Vergleiche mit diesen EU-kritischen Ländern von selbst.
> Denn in den letzten Jahrzehnten ist es ja immer mehr zur Mode
> geworden, dass Deutschland sich aus Schuldgefühlen wegen des
> 2. Weltkrieges bis zum Kollaps hat melken lassen.
Wir können von Glück reden, dass die Alliierten die Reparationszahlungen nach dem Krieg sehr schnell sehr stark reduziert haben, weil sie die BRD als 'Bollwerk' gegen die Sowjetunion brauchten. Hätten sie auf den Zahlungen bestanden, hätten wir ein Vielfaches an Geld aufwenden müssen, und das auch völlig zu Recht: Deutschland hat den Krieg angefangen, ohne Wenn und Aber!
> Mitglieder einsichtig zu machen. Alles nur, um die
> Wahnvorstellung der aufgelösten Nationalstaaten unter dem Dach
> der EU weiter voranzutreiben und die grenzenlose
> Globalisierung zu unterstützen.
In den letzten 50 Jahren ist Deutschland mit der 'grenzenlosen Globalisierung' durch die EU ganz prima gefahren und zieht seine wirtschaftliche Stärke unter anderem aus dem europäischen Binnenhandel - der größte Teil der deutschen Exporte geht in die EU-Staaten, was durch den 'Gemeinsamen Markt' ziemlich leicht für die Unternehmen ist. Aus einzelnen Fehlentwicklungen in der EU eine solche Polemik zu ziehen zeugt nicht von viel Kenntnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge...
Benni