Hi,
Benutzer spl schrieb:
> T-Online bot lange gar keine eigenen DSL-Anschlüsse
> an, sondern es gab nur die auch heute noch buchbaren
> DTAG-DSL-Anschlüsse mit 1 Woche MVLZ.
Es gab Anfang der 2000er Jahre längere Zeit ausschliesslich Paketangebote bestehend aus T-ISDN, T-DSL und T-Online-Tarif, die eine MVLZ von einem Jahr hatten und zudem gemäß Feststellung der RegTP Dumpingangebote waren http://www.teltarif.de/arch/2001/kw13/... - was der Telekom aber damals explizit zugestanden wurde, weil man sich im Gegenzug "entgegenkommendes Verhalten bei Vorleistungen" erhoffte (Linesharing, etc) - was natürlich eine völlige Utopie war.
> Aber doch nicht größer als vorher, als sie die MVLZ noch nicht
> hatte. Da war ja die Marktdominanz auch schon da, sogar noch
> stärker.
Wie wäre es wohl um die Investitionen in den Kollokationsausbau und Carrier-Selection-Ausbau gestanden, wenn beim Rollout dieser Vorleistungen anno 1998 ein großer Teil der Telekom-Kunden an 24-Monats- oder 12-Monatslaufzeitverträge mit Minuten-Mindestabnahme/Mindestumsatz gebunden gewesen wäre?
> Störend ist doch eine MVLZ vorwiegend bei Basisprodukten wie
> Resale-DSL-Anschlüssen bei T-Online oder den C&S-Paketen,
> nicht irgendwelchen Zusatzoptionen, die niemand braucht.
Gerade dies hatte die Telekom aber praktiziert: sämtliche Kunden, die XXL bzw. AktivPlus haben wollten, wurde gezielt nicht die Tarifoption aufgebucht sondern der Telefonanschluss auf einen speziellen Telefonanschluss XXL/AktivPlus umgestellt mit MVLZ des Telefonanschlusses.
http://www.teltarif.de/arch/2004/kw36/...
> Von einer zumindest ohne Kundenaktivität erfolgenden
> "Migration" weiß ich nichts.
Dafür die Verbraucherzentralen umso mehr.
http://www.teltarif.de/arch/2005/kw40/...
http://www.teltarif.de/arch/2007/kw27/...
http://www.teltarif.de/arch/2007/kw34/...
Einschlägige TK-Foren sind auch voll von entsprechenden Berichten über untergeschobene Verträge/Änderungen.
Ich selbst war im übrigen auch schon in den letzten Jahren von einer untergeschobenen AktivPlus-Auftragsbestätigung betroffen.
> Auch das
> wäre allerdings relativ neu und mir im Übrigen solange egal,
> wie noch eine Alternative bleibt. Bei Arcor oder Versatel ist
> das auch für gut Informierte nicht der Fall.
Sehe ich nicht so. Bei Arcor kommt man beispielsweise gemäß eindeutiger AGB gegen eine Einmalzahlung von 100€ aus jedem bestehenden 24-Monats-Vertrag heraus, während bei der Telekom im Regelfall sämtliche Grundgebühren bis zum Ablauf der 24 Monate zu zahlen (kann sich auf 1000€ summieren bei üblichen 40-50€ monatlichen Gebühren und langer Restlaufzeit) sind bei 24-Monats-Verträgen (bzw. wenn man nicht auszieht, wird es sogar trotz der Bereitschaft zu diesen Abschlagszahlungen abgelehnt, den Anschluss technisch zu deaktiveren, so dass man nicht zu Kollokations-Wettbewerbern wechseln kann).
So long.
fruli