Hi,
> Die Mitbewerber waren mit ihren Knebellaufzeiten aber schon
> vorher da.
Wenn man mit Knebellaufzeit ausschliesslich die maximal gesetzlich zulässige Laufzeit gemäß §309 BGB meint, dann kann man das so sehen - mit der 12-Monats-Laufzeit war die Telekom dagegen bereits lange Zeit zuvor auf dem Markt präsent (XXL, T-DSL, etc), wurde nur zwischenzeitlich durch die Regulierungsbehörde dabei ausgebremst.
> Und ich bin fest davon überzeugt, dass sie die
> Kunden auch nach Einführung von Bitstream-basierten Angeboten
> damit gängeln werden, um sich auch künftig den einen oder
> anderen Lapsus sanktionsfrei erlauben zu können.
Ich gehe auch davon aus, dass die marktüblichen Laufzeiten bei diesen Angeboten nicht von den Produkten abweichen werden, die auf Basis anderer Vorleistungen (Kollokation, DSL-Resale) vermarktet werden.
> Wenn die DTAG mit ihrer Kundenbindungstaktik erfolgreicher ist,
> kann das also nicht an der ihrer MVLZ liegen.
Die DTAG hat mit Abstand die meisten Kunden (immer noch ca. 50% der DSL-Kunden direkt unter Vertrag) - Auswirkungen auf den Markt hat daher eine entsprechende Kundenbindung durch die DTAG am meisten. Auch bzgl. reinem Festnetz werden die Kunden bekanntlich zumindest in 12-Monatsverträge migriert - der einzige Anschluss ohne Laufzeit (Call Plus) wird nur auf explizites Nachfragen des Kunden widerwillig eingebucht und ansonsten wird seine Existenz verschwiegen bzw. z.T. sogar verleugnet.
So long.
fruli