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  • 26.09.2011 18:52
    einfachgutdrauf schreibt

    Alice Kundenservice? Dreist, frech, unfähig!

    Es ist unglaublich wie unfähig, inkompetent und kundenunfreundlich ein Telekommunikationsunternehmen sein kann.

    Ich habe den Fehler gemacht und mich vor 14 Monaten von Alice' Billigpreis für "Alice DSL Flat light" blenden lassen.
    Mittlerweile kostet der Anschluss mich 24,95 € im Monat und es kommen mickrige 1,5 MBit an (versprochen "bis zu 16.000").

    Die Telekom hat bei mir VDSL50 im Ausbau, das möchte ich gerne nutzen und habe bei Alice angefragt ob ich meinen Vertrag vorher kündigen kann, ich zahle gerne alle noch offenen Beträge in einer Summe. Das Geld können sie also gerne haben, müssen mir keine Leistung mehr erbringen, eigentlich perfekt.

    Wäre wohl aber zu kundenfreundlich, die Realität bei den Denkverweigerern sieht so aus:

    erster Anruf bei der Hotline: ja, wenn sie alle noch offenen Beträge auf einmal überweisen können Sie jederzeit vorzeitig den Vertrag auflösen.
    zwei Tage später der Brief: blablabla, Ihre Vertragslaufzeit endet im Sommer 2012...

    Gleiches Spiel wieder, kostenpflichtiger Anruf 20 min Wartezeit, klar, wenn Sie alles bezahlen können Sie vorher auflösen, bestätige ich Ihnen schriftlich.

    Und: genau, Alice Kundenservice ist wieder unfähig, schreibt erneut was von einer Vertragslaufzeit bis Sommer 2012.

    Nochmal geschrieben, zwei Wochen vergehen, keine Antwort mehr. Auf Rückfrage (mittlerweile 25 Minuten Wartezeit in der teuren Hotline): das ist in Bearbeitung, dazu kann ich Ihnen leider nichts sagen.

    Mal davon abgesehen dass ich beim zweiten Mal meine Kundendaten nicht zur Hand hatte und der MA trotzdem alle Vertragsdetails mit mir durchgegeangen ist (Alice: Datenschutz????), wird jeder Kundenkontakt in einem Callcenter genau dokumentiert, jedes Gespräch aufgezeichnet. Wer sich die Mühe machen will einen Kunden ordentlich zu behandeln, der liest nach, hört das Voicefile und entscheidet im Sinne des Kunden - erst recht wenn der kund bereit ist alle Kosten der vertragsauflösung zu übernehmen.

    So aber zeigt Alice / Hansenet / Telefonica oder wie auch immer sonst die heißen mögen nur dass sie ein extrem kundenunfreundlicher Laden sind, bei dem man besser keinen Vertrag abschliessen sollte.

    Mein Rat: Finger weg von Alice, lieber zur Telekom wechseln. Die Telekom ist zwar ein wenig teurer, hat aber mit Entertain und VDSL50 ein unschlagbar gutes Produkt mit einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis!
  • 26.09.2011 20:42
    einmal geändert am 26.09.2011 20:48
    niknuk antwortet auf einfachgutdrauf
    Wenn du das Kleingedruckte deines Vertrages gelesen hättest, hättest du hier keinen so ellenlangen Beitrag schreiben müssen. Im Kleingedruckten (genauer: der Leistungsbeschreibung, die Vertragsbestandteil ist) wird dir eine Mindestbandbreite von 5 MBit/s verbindlich zugesagt. Sofern du einer Unterschreitung dieser Bandbreite nicht ausdrücklich zugestimmt hast, müssen dir mindestens 5 MBit/s bereitgestellt werden. In diesem Fall wären 1,5 MBit/s zu wenig, du könntest also reklamieren und Nachbesserung verlangen. Sollte die Nachbesserung nicht innerhalb einer angemessenen Frist (üblicherweise 14 Tage) erfolgen, kannst du ohne weitere Diskussion fristlos kündigen. Selbstverständlich müssen dann auch keine Monatsbeiträge nachgezahlt werden.

    Warum man ausgerechnet bei einem Anbieter, der für seine Verträge mit kurzer Mindestlaufzeit schon fast legendär ist, einen 24-Monats-Knebelvertrag abschließt, kann ich auch nicht nachvollziehen. Und nein, attraktivere Einstiegsrabatte und andere "Geschenke" sind dafür kein Argument, denn wie man hier mal wieder sieht, kann die verlorende Flexibilität bei der Anbieterwahl weit teurer werden als die Köder"geschenke" der Provider wert sind.

    Übrigens bin ich hochzufriedener Alice-Kunde. Bei mir kommen allerdings 16 MBit/s an (1,5 MBit/s hätte ich mir keine 3 Tage bieten lassen) und ich kann zu jedem Ersten den Anbieter wechseln, wenn es mir bei Alice mal nicht mehr gefallen sollte. Und zwar ohne Stress und ohne Nachzahlungen. Übrigens ist die kurze Mindestlaufzeit auch nützlich, wenn man gar nicht den Anbieter, sondern nur spontan den Tarif wechseln möchte. Allein diese Möglichkeit hat mir zu Einsparungen im Wert von mehreren Hundert Euro verholfen. Gegenüber den Telekom-Preisen für einen vergleichbaren Anschluss inklusive aller Nebenleistungen (z. B. Community-Flatrate) gehen die Einsparungen sogar in die Tausende.

    Gruß

    niknuk
  • 26.09.2011 22:39
    einmal geändert am 26.09.2011 22:43
    einfachgutdrauf antwortet auf niknuk
    Sehr fein, guter Plan, wird umgesetzt!

    Was mich so aufregt ist ja nicht mal die Tatsache dass mein vorzeitiger Kündigungswunsch nicht akzeptiert werden sollte.
    Ich rege mich darüber auf dass es an der Hotline bei insgesamt drei Agents die klare Aussage gab: ja, unter bestimmten Bedingungen können Sie vorzeitig den Vertrag auflösen.
    Und dann kam drei Mal ein Schreiben: nö, geht doch nicht, ohne Begründung und ohne Bezug auf die Telefonate.

    Nun haben wir den Fall nicht nur der "PC Praxis" und "Computerbild" geschildert, sondern dank der guten Idee mit der Minderleistung evtl sogar einen Weg ohne weitere Diskussionen den Vertrag aufzulösen.

    Wir halten Euch auf dem Laufenden...
  • 26.09.2011 23:21
    niknuk antwortet auf einfachgutdrauf
    Benutzer einfachgutdrauf schrieb:

    > Sehr fein, guter Plan, wird umgesetzt!

    Ich hoffe, das klappt noch. Immerhin hast du dich 14 Monate lang mit der Minderleistung abgefunden. Das könnte man als konkludente Zustimmung zur Unterschreitung der Mindestbandbreite werten. Gemäß Abs. 2.5.5 der Leistungsbeschreibung kann die Mindestbandbreite "auf Wunsch des Kunden" unterschritten werden. Selbst wenn du diesen Wunsch nie geäußert hast, könnte man 14 Monate ohne Reklamation so verstehen, dass du mit der geringeren Bandbreite einverstanden bist.

    Wichtig ist außerdem, dass es tatsächlich der DSL-Anschluss ist, der die Datenrate ausbremst. Alice übernimmt keine Garantie für Flaschenhälse vor oder hinter der DSL-Strecke. Auch ein falsch eingestellter PC kann eine Bandbreiten-Bremse sein, ebenso ein Server mit hoher Auslastung oder einer zu langsamen Anbindung. Dafür steht Alice nicht gerade.

    Gruß

    niknuk
  • 27.09.2011 00:25
    niknuk antwortet auf einfachgutdrauf
    Benutzer einfachgutdrauf schrieb:

    > Du scheinst "vom Fach"?

    Jurist bin ich nicht, falls du das meinst ;-) Aber ich bin selbst Alice-Kunde und pflege außerdem Verträge von vorne bis hinten durchzulesen, bevor ich sie unterschreibe. Daher kenne ich auch die von Alice zugesagten Mindestbandbreiten. Außerdem musste ich mich gelegentlich schon mal mit der Problematik "zu wenig Bandbreite" auseinandersetzen, wobei ich davon aber glücklicherweise noch nie selbst betroffen war. Bei der Gelegenheit wirft man natürlich auch mal einen Blick ins BGB, um zu sehen, was man denn als Kunde so für Rechte hat ;-)

    Gruß

    niknuk
  • 24.11.2011 20:11
    alicegeschädigter antwortet auf einfachgutdrauf
    RE: Alice: Meine Erfahrung
    Kundenbetreuung und Vertragswesen von Aliche taugt nichts und man hat Geld an der falschen Stelle gespart ! Hoffentlich kommt durch Aufkauf von O2 da mal eine Wende rein. Aber wenn Du zur Telekom wechselst, dann könnte das klappen: Die Telekom kann die Alice-Leitung auch gegen den Wunsch von Alice frei machen, wenn Du denen den Sachverhalt schilderst. Dann musst du zwar bis zum Ende der Vertragslaufzeit an Alice weiterbezahlen, kannst aber schon mit Deinem Wunschprovider telefonieren.