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Ich möchte hier mal meine Erfahrungen bezüglich 1&1 schildern, da meine Schwester vor einiger Zeit dort versuchte einen DSL 16.000er Vertrag abzuschließen.
Meine Schwester war umgezogen und hatte ihren alten DSL Vertrag bei der Telekom fristgerecht gekündigt, natürlich musste da dann ein neuer her. Bei der Auswahl der Anbieter fragte sie mich (ich bin recht technikversiert in unserer Familie) welchen Anbieter ich ihr denn empfehlen könne. Ich schlug ihr Vodafone vor, da ich selbst sehr gute und reibungslose Erfahrungen mit Vodafone gemacht hatte. Meine Schwester entschied sich aufgrund des Preisunterschiedes zu 1&1 (DSL 16000er Leitung für 19,95 €/Monat) dann jedoch für 1&1.
Der Vertrag kam schnell zustande und schon bald war der Besuch des Telekom-Technikers geplant. Zuerst kam der Herr gar nicht, dann klingelte er beim zweiten Mal versehentlich bei meiner Mutter die im selben Haus wohnt und zu der Zeit auf der Arbeit war. Die Nachnamen waren recht ähnlich, aber bei meiner Schwester stand ein Doppelnamen am Klingelschild. So vermeldete der Techniker gegenüber 1&1 dann wohl, dass meine Schwester nicht anwesend gewesen sei, woraufhin ihr 1&1 gleich die erste "Gebühr" für einen Ersatztermin von über 60 € überdrückte. Nachdem meine Schwester auf der recht unfreundlichen Kundenhotline dann angerufen hatte und dieses offensichtliche Missverständnis gerade noch so aus der Welt schaffen konnte wurde ein Dritter Technikertermin veranlasst der kulanter weise dann auch noch kostenlos war. Beim dritten Termin erschien von 8-16 Uhr und darüber hinaus niemand, meine Schwester bat mich noch in der Zeit bei ihr zuhause zu sein, da sie Termine zu erledigen hatte.
Beim vierten Termin letztendlich schien es dann endlich mal zu klappen. Der Techniker kam auch, versuchte den DSL-Anschluss freizuschalten, aber dies ging aus mysteriösen Gründen nicht. So zog der Herr unverrichteter Dinge schließlich wieder ab. Ein weiterer Anruf bei der 1&1 Kundenhotline von meiner Schwester war von Nöten und deutlich spürbar war ihr auch das steigende Desinteresse der Kundenberater. Dort erzählte man ihr schlichtweg ganz lapidar im System sei nichts zu erkennen, der Anschluss müsste nun schon von 1&1 belegt sein. Als sich dies letztendlich (oh, welch Wunder!) als falsch herausstellte und meine Schwester weitere Gespräche mit der Kundenhotline führte kam man abschließend zu keiner Einigung. 1&1 ging letztendlich dazu über, dem Vormieter die Schuld in die Schuhe zu schieben, irgendwas sei mit der Leitung offensichtlich nicht in Ordnung, was das genau sei wüsste man jedoch auch nicht. Keinerlei Hilfestellungen zu dem vorliegenden Problem.
Was 1&1 aber gleich von Anfang an meisterlich konnte war die Abbuchung der monatlichen Gebühren für einen Service, den meine Schwester de facto gar nicht nutzen konnte. Gleich bei der ersten Abbuchung stornierte meine Schwester den Betrag und schrieb 1&1 eine E-Mail, dass sie wegen Nichterfüllung seitens des Anbieters den Vertrag stornieren möchte. Doch wurde ihr schnell von 1&1 aufgezeigt wie der Hase zu laufen hatte aus deren Sicht. Sie bekam eine Antwort wo man ihr den Rücktritt aus dem Vertrag versagte und auch ihren in ihrer E-Mail in Aussicht gestellten Wechsel zu einem anderen Anbieter kaputt redete. 1&1 säße schon auf der Leitung und so sei es anderen Anbietern faktisch gar nicht möglich bei ihr erneut einen DSL-Anschluss zu legen, dieses Vorhaben würde scheitern. Selbst in dieser Situation: Keinerlei Lösungsansatz seitens 1&1, stattdessen beharrte man auf den Forderungen. Was meine Schwester daraufhin erhielt waren Mahnungen über "Gebühren" "Zusatzgebühren", "Rücklastschriftgebühren" und Co, dieses Elend ging 3 Monate so durchgehend.
Am Ende forderte 1&1 einen Betrag von über 150,00 € (inklusive aller "Gebühren" von meiner Schwester) und der Ton wurde dann auch schon rauher. Man sprach von Inkassobüro, gerichtlichem Mahnverfahren und Co wenn sie nicht bezahlen sollte. Ihre E-Mails wo sie immer wieder darauf hinwies, dass diese Kosten nicht existierten weil nie eine Leistung zustande kam wurde von 1&1 mit 08-15 Textbausteinen E-Mails beantwortet und immer gab es die gleiche Antwort: Ein Zurücktreten vom Vertrag seitens meiner Schwester käme von 1&1 gar nicht in Frage.
Letztendlich dann flatterte gar noch ein Mahnbescheid von 1&1 ins Haus meiner Schwester, den meine Schwester auf mein dringendes Anraten hin sofort widersprach. Seitdem ist von dem Anbieter nichts mehr gekommen. Meine Schwester ist inzwischen lange zu Vodafone gewechselt (Welch Wunder es war dass Vodafone problemlos die Leitung belegen konnte!) und hat kürzlich dreister weise nochmals ein Schreiben von 1&1 zu den ungerechtfertigten Forderungen erhalten, sie hätten festgestellt dass sie dem Mahnbescheid widersprochen habe und man gäbe ihr kulanter Weise noch eine letzte Chance die Angelegenheit durch Zahlung aus der Welt zu schaffen.
Ich denke die Erfahrungen meiner Schwester sprechen für sich. Ich (und meine Schwester jetzt auch) können nur schärfstens von 1&1 abraten. Die günstigen Konditionen die dieser Anbieter aggressiv durch Werbung proklamiert gleichen sie doppelt und dreifach mit "Gebühren", "Zusatzgebühren" & Co. wieder aus.
Fazit:
FINGER WEG VON 1&1!!!
Liebe Grüße
Chakuza1984
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