Benutzer sushiverweigerer schrieb:
> Keiner zwingt euch auf einen Komplettanschluss umzusteigen!
Korrekt.
> obwohl dieser technisch innovativer ist, da modernere Technik,
> oft höhere Bandbreite + mehr Features zum günstigen Preis.
Das wiederum ist Blödsinn. Die Anschlüsse werden auf einen Telefonica-Anschluss auf LineSharing-Basis umgestellt. Dahinter steckt exakt dieselbe moderne und preisgünstige (Telefonica-)Technik wie hinter den Komplettanschlüssen. Rein technisch hat es also keine Nachteile, wenn man nicht zu einem Komplettanschluss wechselt und nur den vorhandenen Anschluss umstellen lässt. Einziger Unterschied zum Komplettanschluss: der Telekom-Telefonanschluss bleibt erhalten und muss natürlich weiterhin bezahlt werden, was die Sache erheblich teurer macht als einen Komplettanschluss. Trotzdem würde ich in dieser Situation *nicht* zu einem 1&1 Komplettanschluss wechseln, sondern erst einmal den Telekom- und Resale-DSL-Anschluss behalten. Die maximal (!) 10 Tage DSL-Ausfallzeit sind zu verkraften. Der Telefonanschluss ist von dem Ausfall *nicht* betroffen! Man kann also weiter telefonieren, allerdings nur über die Telekom bzw. über Call by Call-Anbieter, nicht über 1&1 und die dort evtl. gebuchte VoIP-Flatrate (das ist eben der Nachteil von VoIP: ohne DSL kan man damit nicht telefonieren).
Anschließend würde ich den Vertrag bei 1&1 zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen und danach zu einem Vollanschluss-Anbieter wechseln. Hier bietet sich einerseits die Telekom an, andererseits bei Verfügbarkeit aber auch andere Anbieter wie Vodafone/Arcor, Hansenet oder Versatel bzw. diverse lokale Festnetzanbieter wie EWETel oder M-Net. All diese Anbieter verkaufen ihre eigene Anschlusstechnik und müssen daher gar keine oder nur geringfügige Leistungen von Fremdanbietern anmieten. Damit ist man die Wiederverkäufer-Sperenzchen ein für allemal los. Von Wiederverkäufern fremder Leistungen würde ich zukünftig die Finger lassen. Dann bekommt man auch nie wieder Drohbriefe der hier beschriebenen Art.
> Ein innovativer Anbieter wie 1&1, der bemüht ist seinen
> Kunden stets aktuellste Technik anzubieten,
Die Technik ist aktuell. Da 1&1 aber ein Wiederverkäufer ist, bietet er die Technik nicht selbst an, sondern muss sie von Drittfirmen einkaufen. Das eigentlich innovative Unternehmen ist also nicht 1&1, sondern der jeweilige Vorlieferant. Unter diesen Umständen sehe ich eigentlich keinen Grund, nicht direkt bei diesem Vorlieferanten Kunde zu werden. Wozu braucht man einen Zwischenverkäufer, wenn der nichts besseres zu tun hat als zusätzlichen Gewinn abzugreifen und zum Dank dafür auch noch die Kunden zu nötigen und zu schikanieren?
> Geht doch alle zur Telekom, wenn 1&1 so sch.eiße ist!
Warum zur Telekom? Das ist viel zu teuer. Man kann auch für den deutlich niedrigeren Preis, den 1&1 für seine Anschlüsse verlangt, beim Telekom-Konkurrenten einen Anschluss bestellen. Im Unterschied zu Wiederverkäufer 1&1 kommt dieser Anschluss aber direkt vom Betreiber. Das hat verschiedene Vorteile. Zum einen sind Vertragspartner und technisch Verantwortlicher identisch, die Kundenwünsche gelangen also nicht auf dem Umweg über den technisch nicht zuständigen und häufig inkompetenten Support eines Wiederverkäufers an den Anschlussbetreiber. Zum zweiten bekommt man beim Netzbetreiber mit großer Wahrscheinlichkeit echtes Festnetz, kein VoIP-Gefrickel. Man muss sich eben schlau machen, worauf man bei der Bestellung achten muss. Teltarif.de ist eigentlich für alle Fragen rund um einen Anbieterwechsel schon die richtige Anlaufstelle.
Gruß
niknuk