Flatrate-Ratgeber

Flatrate - Internet und Telefonieren zum Pauschalpreis

Nicht nur Internet: Auch fürs Telefonieren via Festnetz und Mobilfunk gibts Flatrates
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Eine "Flatrate" ist in der Telekommunikation ein Pauschaltarif. Der Kunde zahlt einen festgelegten monatlichen Grundbetrag und kann daraufhin eine spezielle Dienstleistung - etwa das Telefonieren oder die Internet-Nutzung - so oft und so intensiv in Anspruch nehmen, wie er will.

Nachdem zunächst vor allem die DSL-Flatrate fürs Internet Verbreitung fand, sind Pauschaltarife inzwischen auch in der Telefonie sehr verbreitet - und zwar sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk. Allerdings eignen sich die Telefon-Flatrates für den Festnetz-Anschluss nicht für alle Telefonkunden, denn in der Regel gilt die Pauschale nur für Gespräche ins deutsche Festnetz, nicht jedoch für Telefonate ins Ausland oder in die Handy-Netze. Flatrates für Gespräche ins Ausland oder nationale Mobilfunknetze gibt es zwar auch, diese müssen aber als gesonderte Option zum Telefonanschluss hinzugebucht werden.

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Immer mehr Handy-Flatrates für Telefonie

Frau telefoniertMit einer Flatrate unbegrenzt Telefonieren zum Pauschalpreis Auch im Mobilfunk bekommen Kunden Handy-Flatrates inzwischen bei den meisten Anbietern, seien es Netzbetreiber oder Discounter. Auch auf Prepaid-Basis, also ohne längere Vertragsbindung, sind sie zu haben. Dabei gibt es Flatrates, die unbegrenzte Gespräche ins deutsche Festnetz bieten, sowie Community-Flatrates zu Anschlüssen des eigenen Anbieters oder Teil-Flatrates fürs Telefonieren in bestimmte Handy-Netze. Darüber hinaus gibt es aber auch Tarife, die all diese Leistungen in einem Paket kombinieren: Sogenannte Allnet-Flatrates, die immer selbstverständlicher werden, enthalten Gespräche ins deutsche Festnetz sowie zu allen deutschen Mobilfunknetzen, solange sich der Anrufer innerhalb Deutschlands aufhält.

Neben Flatrates für Internet und Telefonie gibt es auch SMS-Flatrates. Allerdings sind einige als "SMS-Flatrate" bezeichnete Tarif-Optionen im Grunde genommen keine echte Flatrate, sondern ein sehr großes Inklusiv-Paket mit beispielsweise 3000 Textnachrichten pro Monat.

Internet: Flatrates sind Standard bei DSL und Kabel

Breitband-Internet-Anschlüsse sind heute in der Regel mit einer Flatrate im Paket zu bekommen. Dabei setzen die Anbieter bei der Datenübertragung auf DSL oder TV-Kabel. Wer dagegen noch zu den wenigen gehört, die auf den Zugang über ein analoges oder ISDN-Modem angewiesen sind, muss sich dagegen weitgehend mit zeitbasierter Abrechnung via Internet by Call (IbC) begnügen. In schlecht mit kabelgebundenen Breitband-Zugängen versorgten Gebieten kann ein Internet-Anschluss via Mobilfunk eine Alternative darstellen. Hier sind Internet-Flatrates sowohl per UMTS/HSPA als auch via LTE möglich.

Internet via Mobilfunk in der Regel mit Geschwindigkeitslimit

Für das mobile Internet via GPRS, UMTS/HSPA und LTE sind Internet-Flatrates die Regel. Nutzer sollten jedoch beachten, dass Internetzugänge im Mobilfunk meistens mehrere Einschränkungen besitzen. So kann er zwar in puncto Zeit und Datenmenge unbegrenzt mobil im Internet surfen, jedoch ab einem gewissen Übertragungsvolumen nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit. Die Höhe des Volumens und der Übertragungsgeschwindigkeit variieren nach Anbieter und Tarif - hier lohnt sich der Vergleich. Zudem dürfen einige Flatrates nur mit einem Handy oder Smartphone als Endgerät genutzt werden, nicht jedoch mit einem Laptop. Einige Anbieter untersagen zudem bei ihren Handy-Flatrates für das mobile Internet die Nutzung von VoIP-Diensten, Instant Messaging oder Peer-to-Peer-Netzwerken.

Kalkuliertes Risiko für den Anbieter

Der Anbieter erwartet trotz des Risikos, dass die Kunden das Angebot bis zum Letzten ausreizen, am Ende einen Gewinn. Er kalkuliert, dass er bei dem Flatrate-Angebot bei einigen Kunden draufzahlt, bei der großen Mehrheit aber diese Verluste mehr als wettmacht. Das nennt sich Mischkalkulation: Wenignutzer finanzieren Vielnutzer. Wenn diese Rechnung einmal nicht aufgeht, kommt es immer wieder vor, dass Anbieter versuchen, unliebsame Kunden loszuwerden.

Flatrate-Angebote sorgfältig prüfen

Wer an einer Flatrate interessiert ist, sollte also wachsam sein: Da die Flatrate-Idee für viele Kunden verlockend ist, werben einige Anbieter auch mit diesem Begriff, obwohl es sich bei ihren Produkten in Wirklichkeit um beschränkte Volumen- oder Zeit-Tarife handelt. Deshalb sollte der Interessent sich vor dem Bestellen eines Flatrate-Tarifs in jedem Fall vergewissern, dass es sich bei der beworbenen Flatrate nicht um ein beschränktes Angebot - etwa in Form eines festgelegten Minutenkontingents - handelt. Die Fußnoten der Angebots-Anzeige und die AGB des Anbieters sollte der Nutzer auf Hinweise über zu erwartende Beschränkungen überprüfen. Dort könnte beispielsweise die Bestimmung auftauchen, dass ein DSL-Anbieter seinem Kunden den Vertrag kündigen oder einen Aufschlag auf das monatliche Grundentgelt erheben kann, wenn seines Erachtens nach eine zu umfangreiche Nutzung vorliegt. Zudem hält auch bei drahtgebundenen Breitband-Anschlüssen die Drosselung vereinzelt Einzug - vor allem durch die Debatte um die Telekom-Pläne für ihre DSL-Angebote wurde das Thema einer breiteren Öffentlichkeit bekannt.

Weiterhin ist es ratsam, sich über das bisherige Verhalten des Anbieters gegenüber Vielnutzern zu informieren. Dazu kann man sich beispielsweise einschlägige User-Foren im Internet ansehen.

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