Browserkrieg

Firefox überflügelt Internet Explorer in Europa

Browser von Microsoft verliert an Boden
Von mit Material von dpa
AAA

Firefox überholt Internet Explorer in EuropaFirefox überholt Internet Explorer in Europa Dem Internet-Browser Firefox ist ein großer Erfolg gelungen. Wie Marktforscher berichten, hat das Open-Source-Projekt von Mozilla zum Jahresausklang 2010 im Dezember den Platzhirsch Internet Explorer von Microsoft überholt, zumindest in Europa. Der zweite Platz in der Browserstatistik dürfte ein ganz neues Gefühl für Microsoft sein, denn wie der Chef des Internet-Marktforschers StatCounter Aodhan Cullen zu Protokoll gab, sei es das erste Mal seit seinem weltweiten Siegeszug, dass der Internet Explorer in einer Region die Marktführung verliere.

Während weltweit der Internet Explorer noch führt, hat ihn in Europa der Mozilla Firefox nun überholt. Letzterer weist nach den Erhebungen von StatCounter einen Marktanteil von 38,1 Prozent auf, während der Internet Explorer nur noch auf 34,52 Prozent kommt. Die beiden größten Internetbrowser kommen damit zusammen noch immer auf einen Marktanteil von deutlich über 70 Prozent.

Absolute Dominanz ist vorbei

Der Internet Explorer hat einen großen Siegeszug hinter sich. Microsoft hatte den Vorreiter und ersten "Gegner" Netscape im sogenannten "ersten Browser-Krieg" ausgeschaltet. Dabei kam dem Konzern aus Redmond seine Marktmacht bei den Betriebssystemen zu Hilfe, denn durch die die Integration des Browsers ins Windows-Betriebssystem war der Internet Explorer bereits auf unzähligen Rechnern beim Kauf vorinstalliert. Dies wurde allerdings später als Wettbewerbsverzerrung eingestuft. Zwischenzeitlich surften gar über 95 Prozent der Nutzer mit dem Internet Explorer - doch dann kam Mozilla mit dem Firefox und bot der Netz-Gemeinde eine echte Alternative.

Mittlerweile mischen noch mehr Konkurrenten im Spiel um die Gunst der Internet-Nutzer mit. Auf dem dritten Platz der weltweiten Rangliste hat sich Chrome, der Browser des Suchmaschinen-Riesen Google, etabliert, gerade im vergangenen Jahr konnte Chrome deutlich zulegen, Cullen zufolge vor allem auf Kosten des Internet Explorer. Ebenfalls bei vielen Nutzern beliebt ist der Apple-Browser Safari, der sich auch auf Windows-Rechnern einsetzen lässt. Mit dem norwegischen Browser Opera, derzeit auf dem fünften Rang der Liste platziert, steht eine weitere Alternative zum Internet Explorer bereit.