Vergleich

Pre-Selection-Anbieter im Vergleich

Die Unterschiede liegen im Detail
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Unter Pre-Selection versteht man die dauerhafte Voreinstellung des Telefonanschlusses auf einen anderen Verbindungsnetzbetreiber. Im Gegensatz zum echten Call by Call entfällt hier deshalb das Benutzen der Netzkennzahlen (010xy). Alle Gespräche werden automatisch über das fremde Netz geführt. Der Anschluss bei der Deutschen Telekom bleibt bestehen, nur die Gespräche werden zu den Tarifen des jeweiligen Pre-Selection-Anbieters abgerechnet. Dazu wird die jeweilige Netzkennzahl fest in den Telekom-Vermittlungsrechner einprogrammiert. Der monatliche Grundpreis für den Anschluss wird weiterhin an die Telekom bezahlt, die Gesprächskosten für die hier angeführten Pre-Selection-Angebote zahlt der Kunde entweder über die Rechnung der Deutschen Telekom oder über eine eigene Rechnung.

Knappe Margen

Da die Pre-Selection-Anbieter zwischen dem Anschluss des Kunden und dem Übergabepunkt ins eigene Netz die Leitungen der Telekom nutzen, müssen sie dafür Durchleitungsgebühren (Interconnection-Gebühren) an die Telekom bezahlen. Diese betragen abhängig von der IC-Zone ab 0,38 Cent (netto) und müssen üblicherweise doppelt gezahlt werden (vom Kunden zum eigenen Netz und vom eigenen Netz zum Angerufenen). Gesprächspreise von 1,5 Cent (brutto) pro Minute sind also schon sehr knapp bemessen.

Die Wahl des Pre-Selection-Anbieters fällt nicht leicht

Die Wahl zwischen den vielen verschiedenen Pre-Selection-Angeboten fällt nicht leicht. Kunden, die sich für diesen Weg der Telefonie entscheiden, sollten sich über ihr Telefonierverhalten Gedanken machen. Wer etwa hauptsächlich kurze Telefonate führt, sollte sich für einen Anbieter mit Sekundentakt entscheiden. Ist die Mehrzahl der Gespräche länger als ein bis zwei Minuten, genügt auch ein Minutentakt. Hier sind die Gesprächsminuten günstiger, dafür muss man aber auch bei einem 61 Sekunden-Gespräch volle zwei Minuten bezahlen.

Kunden, die hauptsächlich innerhalb des Festnetzes telefonieren, sollten sich speziell für dieses Ziel einen attraktiven Anbieter suchen. Wenn dieser zusätzlich noch gute Mobil- oder Auslandskonditionen anbietet, ist das noch besser. Tut er dieses nicht, muss man sich als Kunde überlegen, ob man diese höheren Preise aufgrund des geringen Sprachaufkommens zu diesen Gesprächszielen akzeptiert. Alternativ kann man bei diesen Zielen dann auch zu Call by Call greifen.

Die Angebote auf einen Blick

Pre-Selection-Angebote 01058 planet33
Qualitel preselection
Hauptzeit (HZ) - -
Nebenzeit (NZ) - -
Tarife
(in Cent pro Minute)
 
Ortsgespräche 1,9 1) 1,85
Ferngespräche 1,9 1,85
Gespräche in deutsche Mobilfunknetze 16,9 13,99
Auslandsgespräche ab 1,9 ab 3,3
Konditionen  
Abrechnungstakt 60/60 1/1
Tarifansage ja nein
Mindestvertragslaufzeit 3 Monate -
Kündigungsfrist 1 Monat 10 Tage
eigene Rechnung nein ja
Mindestumsatz nein nein
Stand: Oktober 2013, Preise in Cent pro Minute.
1) Ortsgespräche sind nur noch in einigen Ortsnetzen möglich.

Neben diesen exemplarisch ausgewählten Angeboten gibt es natürlich noch zahlreiche weitere. Teilweise verlangen die Anbieter sogar eine Grundgebühr, berechnen aber dennoch jedes weitere Gespräch. Dabei sind die Minutenpreise für diese Gespräche trotz Grundgebühr teilweise sogar höher als die oben dargestellten Angebote. Einige Anbieter werben auch damit, 30 Prozent günstiger zu sein als die Telekom. Schaut man sich diese Tarife jedoch im Detail an und vergleicht diese mit denen anderer Anbieter, so stellt man fest, dass auch diese nicht günstiger sind.

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