Facebook will via App Nutzer und deren Freunde überwachen
05.02.2013 11:05
Streit zwischen Facebook und Datenschützern vorprogrammiert
Von mit Material von dpa
 Freunde über Smartphone-App aufspüren
Facebook will mit einer neuen Anwendung laut
einem US-Medienbericht den aktuellen Aufenthaltsort seiner Mitglieder
verfolgen, um sie über Freunde in ihrer Nähe zu informieren. Die App
solle Mitte März herauskommen, wie die
Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf
informierte Personen berichtet. Der Entwickler Peter Deng soll für die Ortungs-App von Facebook verantwortlich sein. Außerdem sollen die Entwickler von Gowalla und Glancee ihren Beitrag zur App geleistet haben. Das Programm solle auf einem Smartphone ständig im Hintergrund laufen, auch wenn es nicht geöffnet sei, hieß es. Mit den Daten könnte Facebook seinen Nutzern auch ortsbezogene Werbung
einblenden.
Eine App, die stärker auf Ortungsdaten setzt, würde zum aktuellen
Kurs von Facebook passen, das mobile Geschäft in den Vordergrund zu
stellen. Die Mitglieder laufen schnell vom PC auf Smartphones und
Tablets über. Im vergangenen Quartal griffen von den mobilen Geräten
erstmals mehr tägliche Nutzer auf das Netzwerk zu als von Notebook
oder Desktop. Bis vor kurzem war das Werbesystem von Facebook aber
vor allem auf die PC-Welt ausgerichtet.
Im vergangenen Jahr begann das Netzwerk umzusteuern und die
Werbeeinnahmen von mobilen Geräten machten zuletzt ein Viertel der
Anzeigenerlöse aus. Werbung ist die wichtigste Geldquelle von
Facebook, damit ist es überlebenswichtig, sich auf Smartphone und
Tablet zu etablieren.
Ähnliche Dienste bietet auch Google mit Latitude an - hier kann der Nutzer ebenfalls seinen Standort mitteilen. Aber auch Apple hat mit Find my Friends einen solchen Dienst im Sortiment. Foursquare verfügt auch über derartige Eigenschaften.
Facebook und die Datenschützer
Eine solches Programm könnte für neuen Streit zwischen Facebook
und den Datenschützern sorgen. Während die Nutzer der permanenten
Erfassung ihrer Ortsinformationen durch eine neue App wohl
ausdrücklich zustimmen müssten, sicherte sich Facebook in seinen
Nutzungsbedingungen bereits die grundsätzliche Erlaubnis, für seine
Dienste auch GPS-Daten zu verarbeiten.
Interessant dürfte sein, welche Einstellungsmöglichkeiten die neue App von Facebook mitbringt. Immerhin sollte für den Nutzer die Möglichkeit bestehen, seine privaten Daten selber zu verwalten. Bereits in der Vergangenheit ist Facebook, aber auch Google und Apple, ins Visier der Datenschützer geraten, da die Unternehmen Daten von ihren Nutzern sammeln.
Deutsche Datenschützer zeigten sich beispielsweise besorgt, dass sich bei Facebook mit seiner über einer
Milliarde Nutzern zu viele Informationen über zu viele Menschen in
einer Hand sammelten. So sahen sie zum Beispiel die automatische
Gesichtserkennung in Facebook-Fotos sehr kritisch, die Nutzern helfen
sollte, Freunde schnell in Bildern zu markieren. Die Funktionen wurde
nach Einwänden der Datenschützer in Europa auf Eis gelegt.
Erst zu Beginn des neuen Jahres hat das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein die Datenschützer dazu aufgerufen, eine Stellungnahme bezüglich des Streits mit Facebook um den Klarnamenzwag abzugeben.
Weitere Meldungen zum Thema Facebook 
Meinungen und Erfahrungen der Community:
 Daten werden geladen ...
Weitere News vom 05.02.2013:
- Apple Mac: Öffnet der "File"-Absturz eine Sicherheitslücke?
- App für "Das Erste" für Android, iOS und Windows Phone kommt
- Nokia erwägt Einstieg in den Tablet-Markt - mit Windows?
- getinternet und StarDSL mit echter 20-MBit/s-Satelliten-Flatrate
- DAB+: Mini-Anlage von Sony und Autoradio von AEG bei Real
- Ab 1 Cent / Minute: Lebara Mobile senkt Preise zu Auslandszielen
- Blackberry Playbook zu Preisen ab 170 Euro erhältlich
- Samsung zeigt Einsteiger-Smartphones Galaxy Young und Fame
- Lycamobile bestätigt: Netzprobleme seit mehreren Tagen
- evasiOn: Jailbreak für iOS 6.1 bringt Cydia auf iPhone 5 & Co.
- Facebook will via App Nutzer und deren Freunde überwachen
- E-Plus-Jahresbilanz 2012: Mehr Umsatz, weniger Gewinn
- Huawei Ascend W1 kommt für unter 200 Euro auf den Markt
- Drive-by-Downloads, Trojaner und Würmer größte Gefahr im Netz
- Alle Meldungen aus der Kalenderwoche, aus der auch obige Meldung ist
- Alle Meldungen der letzten sieben Tage
|
 |
Günstig surfen
Schnell surfen
Tipps und Tricks
Internet-Ratgeber
Internet-Dienste
Internet-Anbieter
DSL: Telekom, Vodafone, 1&1, o2, congstar, Tele2, easybell, M-net, NetCologne, Ewe Tel
Kabel: Kabel Deutschland, Unitymedia, KabelBW
Schmalband: avivo, meome, 1click2, KlaTro, Flashnet
Alle Firmen in der Übersicht
|