Grünes Licht: Facebook darf Instagram kaufen
23.08.2012 11:49
Instagram-Gründer werden teils in Facebook-Aktien bezahlt
Von dpa /
 Facebook schluckt Instagram
Das ist mal eine gute Nachricht für das von
einem fallenden Aktienkurs gebeutelte Soziale Netzwerk Facebook: Der
Börsenneuling darf den Fotodienst Instagram übernehmen. Die
zuständige US-Wettbewerbsbehörde FTC hat grünes Licht
gegeben. Sie hat keinerlei Einwände, wie sie bekanntgab.
Facebook hatte den Instagram-Kauf im April angekündigt, also noch
vor dem Börsengang, der im Mai folgte. Als Kaufpreis waren rund
1 Milliarde Dollar vereinbart (800 Millionen Euro). Die Instagram-Gründer
werden nun allerdings Abstriche machen müssen: Denn sie hatten sich
darauf eingelassen, teils in Facebook-Aktien bezahlt zu werden.
Lediglich 300 Millionen Dollar fließen in bar; hinzu kommen
23 Millionen Facebook-Aktien. Die wurden zum Zeitpunkt der
Verhandlungen mit Instagram mit rund 30 Dollar bewertet. Mittlerweile
kostet das Papier aber nur noch gut 19 Dollar - womit der Kauf
derzeit rund 740 Millionen Dollar einbrächte. Der endgültige
Abschluss des Geschäfts steht noch aus.
Wette für Instagram-Eigner
Für die Instagram-Eigner war es eine Wette: Vor dem Börsengang
schraubte sich die Bewertung von Facebook immer weiter in die Höhe,
bis der Ausgabekurs schließlich bei 38 Dollar je Aktie lag. Der
Börsengang selbst wurde jedoch von technischen Pannen begleitet,
hinzu kamen Sorgen um eine Verlangsamung des Wachstums. Der Einbruch
des Kurses begann schon am zweiten Handelstag.
Über Instagram lassen sich mit dem Smartphone geschossene Fotos
mit wenigen Klicks im Bekanntenkreis teilen. Instagram kooperiert
dabei neben Facebook auch mit Twitter oder dem Miniblog-Dienst
Tumblr. Der Fotodienst soll bis auf Weiteres in seiner jetzigen Form
bestehen bleiben.
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