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Facebook: Mehr Privatsphäre durch kleinere Gruppen

07.10.2010
10:38

Facebook will Nutzern mehr Kontrolle über ihre Daten geben

Das Online-Netzwerk Facebook gibt sich derzeit wirklich Mühe, kreativ auf bisherige Kritik zu reagieren. Wie von vielen Nutzern gewünscht, lässt das Netzwerk nun mehr Kontrolle über die perönlichen Informationen seiner Teilnehmer zu. Sie können künftig zum Beispiel besser eingrenzen, wer ihre Neuigkeiten, Bilder oder Videos sehen kann. Auch wird es möglich sein, den gesamten Inhalt des Facebook-Profils auf seinen Computer herunterzuladen, wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gestern Abend ankündigte. Außerdem sollen die Nutzer in einem speziellen Bereich in ihrem Profil einen besseren Überblick darüber bekommen, welche Facebook-Programme auf ihre Informationen zugreifen können. Facebook-Grafik Facebook Groups
Facebook soll Menschen verbinden

Wie im wahren Leben können Nutzer nun mit mehreren kleinen Gruppen kommunizieren, das Ganze nennt sich Facebook Groups bzw. Facebook Gruppen. Dieses neue Feature trägt dem Umstand Rechnung, dass man seinen besten Freunden sicherlich andere Dinge mitteilt, als den Arbeitskollegen oder den Leuten aus dem Sportverein. Vermutlich wird die Rechnung aber aufgehen: Durch die intimeren kleinen Gruppen könnte tatsächlich eine Kuschel-Athmosphäre aufkommen, die wiederum zu einer intensiveren Nutzung der Facebook-Angebote führt.

Was will man schon mit allen teilen?

In der Vergangenheit war Facebook immer wieder von Datenschützern, Politikern und auch Nutzern wegen des Umgangs mit der Privatsphäre kritisiert worden. Vor allem regten sie sich darüber auf, dass bei Umgestaltungen der Website die Voreinstellung zum Teil auf "Mit allen teilen" gesetzt war - also mit ganz Facebook. Das führte unter anderem auch dazu, dass auch private Fotos von Zuckerberg selbst für kurze Zeit öffentlich wurden. Die Nutzer hätten sich mehr Möglichkeiten gewünscht, beim Teilen ihrer Informationen den Empfängerkreis genauer einzugrenzen, räumte Zuckerberg ein. "Ich würde etwas ja online mit anderen teilen, aber ich möchte das nicht gleich 250 Leuten zeigen. Oder meiner Oma. Oder meinem Chef", umschrieb der Facebook-Gründer die Gedankengänge der Nutzer. Dies werde nun einfach zu regeln sein. Im Moment sind die Grundeinstellungen noch deutlich grober: Man kann seine Informationen zum Beispiel nur seinen Facebook-Freunden zugänglich machen, oder auch deren Freunden oder eben mit allen.

Mit dem Umbau macht Zuckerberg einen Schritt zurück, was die Offenheit der Informationen angeht: Vor wenigen Monaten hatte er noch betont, dass der Trend nach seiner Ansicht sei, dass die Nutzer ihre Daten frei zugänglich machen wollten.

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mit Material von dpa
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2012-01, Erwachsene ab 14 Jahre