Leck

Facebook mit Software-Leck: Millionen Nutzerdaten weitergegeben

Daten-Panne soll inzwischen behoben sein
Von mit Material von dpa
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Daten-Panne bei FacebookDaten-Panne bei Facebook Durch eine Software-Panne bei Facebook sind Kontaktdaten von schätzungsweise sechs Millionen Mitgliedern an andere Nutzer des Online-Netzwerks weitergegeben worden. Es handele sich um E-Mail-Adressen und Telefonnummern, teilte das soziale Netz mit.

In den meisten Fällen seien die Informationen aber nur ein oder zwei Mal geteilt worden, hieß es. Wie Facebook weiter mitteilte, werden betroffene Nutzer derzeit per E-Mail über den Fehler unterrichtet. Auch die Datenschutzbehörden in den USA, Kanada und Europa habe das soziale Netzwerk über die Daten-Panne informiert.

Der Fehler geht auf eine Funktion zurück, mit der Vorschläge zur Kontaktaufnahme zwischen Bekannten oder Einladungen zu Facebook erstellt werden. Wer dieses Feature nicht nutzt, ist vom Daten-Leck nicht betroffen.

Das Online-Netzwerk vergleicht - sofern der Anwender die Funktion verwendet - die von Nutzern hochgeladenen Adressbücher mit Kontaktdaten von Facebook-Mitgliedern. Dabei seien durch die Software-Panne zum Teil Adressbuch-Daten zusammen mit Profil-Informationen anderer Nutzer gespeichert worden. Wenn diese Mitglieder sich den Inhalt ihres Profils über die Download-Funktion von Facebook herunterluden, bekamen sie eventuell auch die fremden Adressbuch-Daten mit dazu.

Facebook: "Keine Hinweise auf gezieltes Ausnutzen der Lücke"

Facebook habe kürzlich einen Hinweis auf den Fehler bekommen, hieß es. Die Download-Funktion wurde inzwischen deaktiviert. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Lücke gezielt ausgenutzt worden sei. Facebook hat mit Informationen von über 1,1 Milliarden Mitgliedern gewaltige Datenbestände angesammelt. Seit Jahren gibt es deshalb Sorgen wegen möglicher Datenpannen durch Software-Fehler.

Bei der nun aufgetretenen Panne handele es sich um das wohl größte Daten-Leck in der Geschichte des sozialen Netzwerks, das von Nutzern in aller Welt verwendet wird und sich auch bei Firmen großer Beliebtheit erfreut, die diesen Weg verstärkt zur Kommunikation ihrer neuen Produkte nutzen. Im hauseigenen Security-Blog erklärte das Unternehmen, man sei "bestürzt und beschämt" über den Vorfall. Zudem wolle Facebook alles unternehmen, um zu verhindern, dass es erneut zu einem vergleichbaren Fehler kommt.

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