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| Festnetz | Internet | Mobilfunk | Handy & Co. | Meldung | Meinung | Service | 15.02.2012 |
Geld-Transfer-Dienst für Facebook-Nutzer von ClickandBuy19.01.2010
15:06 ClickandBuy-Chef rät Springer-Verlag von Abo-Modell für iPhone-Apps ab
Geld von privat zu privat auch über Ländergrenzen hinaus direkt per Internet überweisen?
Die Teilnehmer des weltweit größten sozialen Netzwerks Facebook können ab Februar dafür
den Online-Bezahlservice ClickandBuy
nutzen. Darüber hinaus soll der Dienst künftig auch eingesetzt werden können, um digitale
Güter zu bezahlen, die über Facebook zum Kauf angeboten werden – zum Beispiel Spiele,
Fotos, Videos, Logos oder Musikstücke. Den Entwicklern solcher Anwendungen stellt das
Unternehmen eine Schnittstelle zur Verfügung, über die sie ClickandBuy in ihren Shop
integrieren können. Den Schritt zu Facebook nennt ClickandBuy-CEO Charles Fränkl
strategisch: "Die Monetarisierung sozialer Netzwerke beginnt jetzt." Auch in anderen
Internet-Communities will das Unternehmen aktiv werden.
Service beschränkt und kostenpflichtig
Beim neuen Bezahlsystem muss der Geldsender in Vorkasse gehen und vor dem Transfer ein Konto bei ClickandBuy aufladen. Es können Beträge in Euro und US-Dollar überwiesen werden. Für jeden Transfer wird ClickandBuy eine noch nicht genau benannte Gebühr von unter 1 Euro erheben, die von dem zu begleichen ist, der den Geldtransfer veranlasst hat, also entweder Geld überwiesen oder von einem anderen Konto angefordert hat. Kostenpflichtig sind auch jede Währungsumrechung (5,9 Prozent des Betrags) und die Auszahlung vom ClickandBuy-Konto auf ein Bankkonto (je 1,85 Euro). Anfangs begrenzt das Unternehmen die Summe je Geldtransfer auf 50 Euro. "Nach der Einführungsphase können bis zu 2 500 Euro möglich sein, sagt der ClickandBuy-Chef. Auch die Preise für Güter, die über Facebook mit ClickandBuy gekauft werden können, sollen zunächst 50 Euro nicht übersteigen. "Für digitale Güter reicht dieser Betrag in der Regel aus", so Fränkl. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben europäischer Marktführer bei Micropayments, dem Online-Bezahlen von Beträgen von bis zu 20 Euro. Allerdings sei der Anteil physischer Produkte stetig gestiegen. Schon mehr als 50 Prozent des ClickandBuy-Umsatzes 2009 von über einer Milliarde Euro generierte sich aus diesem Bereich. "2012 können Sie mit ClickandBuy sogar einen Jaguar im Internet bezahlen", meint Fränkl. Paid-Content der Medienhäuser noch am AnfangAußer in sozialen Netzwerken engagiert sich ClickandBuy derzeit besonders bei den Paid-Content-Versuchen von Medienhäusern: Die im Dezember 2009 vom Axel-Springer-Verlag gestarteten kostenpflichtigen iPhone-Applikationen der Zeitungen Bild und Welt und die neuen Online-Abonnements der "Berliner Morgenpost" und des "Hamburger Abendblatt" werden über den Bezahldienstleister abgewickelt. ClickandBuy-Chef Fränkl empfiehlt Verlagen allerdings eher den Verkauf einzelner Artikel anstelle von kostenpflichtigen Abos, wie sie Springer anbietet: "Abos zu verkaufen, ist extrem teuer und werbeintensiv. Pay per View, also Einzeltransaktionen, werden auch von den Kunden bevorzugt." Springer hatte allerdings ein großes Interesse an den neuen Angeboten gemeldet.
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