Flach

Externer Akku tizi Flachmann im Test

Viele externe Akkus sind nicht gerade handlich. Der Hersteller equinux hat eine besonders schmale Powerbank herausgebracht, die sich leicht verstauen lässt. Wir haben den Energiespender getestet.
AAA
Teilen (19)

Externer Akku tizi Flachmann mit Smartphone in HosentascheTrägt nicht auf: Der tizi Flachmann ist nur 8 mm dick. Externe Akkus sind häufig eine sperrige Angelegen­heit. Je höher die Kapazität, desto größer und schwerer fällt das Modell aus. Ein Akku von 20 000 mAh kann ein halbes Kilo auf die Waage bringen. Power­banks für ein bis zwei Smart­phone-Ladungen (oder eine Tablet-Ladung) unterwegs reichen jedoch für den Alltags­gebrauch völlig aus und wiegen deutlich weniger.

Der Zubehör-Spezialist equinux hat mit dem tizi Flachmann einen Power­akku in einer Größe im Sortiment, der auch in die Hosen­tasche passt. Mit 4000 mAh gehört er zu den eher kleinen Zusatzakkus. Wir haben den mobilen Energie­liefer­anten getestet.

Flach, robust und leicht

Genau wie die etwas verrufene Flasche für den Schluck zwischen­durch lässt sich der tizi Flachmann gut in der Hosen­tasche verstauen. Nur knapp 8 mm Dicke weist er auf und wiegt 109 g. Das Metall­gehäuse wirkt wertig und neigt auch nach längerem Gebrauch nicht zu Kratzern oder Deformier­ungen. Einem kräftigen Versuch, das Gerät zu verbiegen, widerstand der Flachmann. Wir haben jedoch keinen Test bis zur Zer­störung forciert. Es war auch kein Problem, das Power­pack beim Sitzen in der Hosen­tasche zu lassen.

Der mobile Akku verfügt über einen USB-Anschluss zum An­schließen von strom­hungrigen Geräten und kann selbst über einen Micro-USB-Anschluss wieder auf­geladen werden. Vier blaue LEDs zeigen den Lade­stand an. Auf unnötige Features wie eine Taschen­lampe - die im Zweifels­fall ver­sehentlich aus­gelöst werden kann und dann den Akku leer frisst - verzichtet equinux. Es gibt zudem keine beweg­lichen Teile und keinen Lade­knopf, Anschluss­deckel oder Clip-Anhänger. Der portable Energie­speicher ist sichtlich einfach ausgestattet. Dies schlägt sich auch im Zubehör nieder: Lediglich ein äußerst kurzes USB-Kabel legt der Hersteller bei. Auf Adapter, Netzteil oder Transport­tasche verzichtet er.

Solide Werte beim Laden

In erster Linie interes­siert bei einem mobilen Powerakku, wie schnell und zuverlässig er ein Smart­phone unterwegs auflädt. Schmalseite des tizi FlachmannSchmalseite mit zwei USB-Anschlüssen und vier LED (nur im Ladevorgang sichtbar). Im Alltags­test zeigte sich: Der tizi Flachmann schafft tat­sächlich bis zu zweimal, ein Smart­phone wieder aufzuladen, bevor er selbst wieder an die Steck­dose muss.

Der Lade­vorgang startet auto­matisch, sobald ein Gerät mit dem Akku verbunden wird. Das empfanden wir zwar als komfortabel. Allerdings müssen Nutzer beachten, dass sie das USB-Kabel erst mit dem Smart­phone und dann erst mit dem Flach­mann verbinden. Im anderen Fall begann der Lade­vorgang im Test mitunter nicht.

Die ausgehende Strom­stärke des Lithiumion-Akkus liegt nach Hersteller­angaben bei 1 A und im Bereich eines handels­üblichen Smartphone-Ladeteils. Das Power­pack selbst kann mit bis zu 2 A wieder aufgeladen werden. Das ist ein vergleichsweise hoher Wert und machte sich in der Geschwindig­keit bemerkbar: Je nach Netzteil vergingen keine vier Stunden, bis der tragbare Akku wieder aufgeladen war.

Insgesamt nur kleine Nachteile

In einem Punkt gereicht der Vorteil, dass auf Knöpfe und bewegliche Teile verzichtet wurde, zum Nach­teil des Nutzers: Die Ladestands-LED leuchtet nur beim Auf- oder Entlade­vorgang. Ohne angeschlos­senes Zubehör ist es nicht möglich, sich unter­wegs über den Lade­stand des Power­packs zu informieren.

Insgesamt machte der Flachmann eine gute Figur im Test. Nachteilig ist seine geringe Ver­fügbarkeit auf dem deutschen Markt und der vergleichs­weise hohe Preis von knapp 40 Euro. Doch es geht noch teurer: iPhone-Nutzern steht Zubehör für deutlich höhere Preise zur Verfügung.

Teilen (19)

Mehr zum Thema Hardware