Ziel erreicht

KA-Sat ist auf seiner Orbitalposition angekommen

Neuer Breitband-Satellit wird nun im All getestet
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Der Eutelsat-Satellit KA-Sat hat seine Orbital-Position erreicht.Der Eutelsat-Satellit KA-Sat hat seine Orbital-Position erreicht. Der Ende vergangenen Jahres gestartete Breitband-Satellit KA-Sat von Eutelsat ist auf seiner vorgesehenen Orbitalposition angekommen. Das ließ Betreiber Eutelsat in einer Pressemitteilung wissen. Der Satellit befindet sich somit nun im geostationären Orbit auf seiner Betriebsposition 9 Grad Ost, auf der bereits der TV-Satellit Eurobird 9A positioniert ist.

KA-Sat soll den Internet-Zugang per Satellit revolutionieren. Der Satellit hat eine Gesamtkapazität von 70 GBit/s und wird über zehn Bodenstationen an die Internetbackbones angeschlossen. Die Kapazität dieses Satelliten ist nach Angaben von Eutelsat größer als alle für den europäischen Markt relevanten Satelliten zusammen genommen haben.

Der Internetzugang soll über das Ka-Band, das dem Satellit seinen Namen gegeben hat, realisiert werden. Die Besonderheit dabei sind kleine Spotbeams mit einem Durchmesser von etwas mehr als 200 Kilometern. Dadurch kann eine Frequenz des Satelliten in Europa mehrfach genutzt werden. Konventionelle Satelliten strahlen ihren Beam auf ganz Europa ab, was wenig ökonomisch ist, wenn es nur einen einzelnen Internetnutzer in ganz Europa erreichen soll.

Wirtschaftliche Inbetriebnahme für Ende Mai geplant

Die Nutzlast des neuen Satelliten wurde am 8. Januar angeschaltet. Damit können nun im Orbit zahlreiche notwendige Testserien beginnen. Daran schließt sich die finale Phase der Überprüfung des Zusammenspieles des Satelliten mit dem Netz der über ganz Europa verteilten Bodenstationen an. Die wirtschaftliche Inbetriebnahme des Satelliten ist für Ende Mai vorgesehen.

Der Satellit hat nach der Ausfuhr der Sonnensegel im Orbit eine Spannweite von über 40 Metern. Zudem gingen die vier Antennen für die 82 Spotbeams in Betrieb. Damit kann der Satellit Europa und den Mittelmeerraum abdecken. KA-Sat kann nach Angaben von Eutelsat allein in Deutschland nach seiner Inbetriebnahme bis zu 200 000 Haushalte mit Diensten bis zu 10 MBit/s im Download und 4 MBit/s im Upload bedienen. Ziel ist, vor allem Regionen mit unzureichender Breitbandabdeckung zu versorgen. Bei den Tarifmodellen ist jedoch davon auszugehen, dass es nach dem Verbrauch eines gewissen Volumens zu Geschwindigkeitsreduzierungen kommt, wie es bereits heute bei Internetzugängen per Satellit oder per Mobilfunk üblich ist.